mariam33
09-04-2008, 07:04 PM
Bismillah, Ar-Rahmani, Ar-Rahim (Im Namen des allmächtigen Gottes, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen)
Woher ? Wohin ? Wozu ?
Woher stammen wir ? Wohin gehen wir ? Wozu sind wir hier ?
Die meisten Menschen stellen sich diese Fragen irgendwann in ihrem Leben. Die Antworten sind gar nicht so schwer zu finden. Und hier gibt es für jede Aussage sogar Beweise.
Kapitel 1: Der Beweis, dass es Gott gibt
1.1. Wir existieren:
Es ist eine Tatsache, die niemand bestreiten wird, dass wir existieren.
So ist die Frage, woher kommen wir ? Es gibt zwei Aussagen diesbezüglich:
1)Wir sind durch Zufall entstanden.
2) Wir sind erschaffen worden.
1.2. Sind wir durch Zufall entstanden ?
Im Lichte der modernen Wissenschaft, die beweist, wie kompliziert und exakt eine einzige menschliche Zelle ist, wirkt die Evolutionstheorie immer lächerlicher. Neue Forschungsergebnisse sagen, dass das entstehen einer einzigen menschlichen Zelle unmöglich ist. Von einem Menschen ganz zu schweigen. Deshalb wurde sie mittlerweile auch in zahlreichen Ländern aus dem Lehrplan genommen. Die Evolutionstheorie sagt, dass nicht nur der Mensch, sondern alle Geschöpfe, Pflanzen, Steine usw. durch Zufall entstanden seien. Es habe eine riesige Explosion gegeben bei welcher Stoffe herumgewirbelt worden seien, diese hätten sich neu zusammengefügt und die Welt sei entstanden. Bei dieser Explosion ist nicht nur eine Erde, sondern auch Berge, Meere, Seen usw. entstanden. Anscheinend durch Zufall auch Pflanzen und sogar Lebewesen ! Naja, eigentlich müssen wir hier nicht weitersprechen. Wer bereit ist die Gehirnwäsche, die wir Europäer in der Schule verpasst gekriegt hatten, abzustreifen und seinen Kopf und sein Herz von allen Vorurteilen und unlogischen Gewohnheitsgedanken zu befreien und ehrlich zu sich selber zu sein, wird bereits jetzt erkennen wie lächerlich das ganze ist. Woher kamen denn die Stoffe, die explodierten ? Kamen die aus dem Nichts ? Die Erde ist der einzige bisher bekannte Planet, der Leben ermöglicht. Sein Abstand zur Sonne ist perfekt. Wären die Erde bloss 10 Meter näher zur Sonne, würden wir verbrannt werden. Abgesehen davon: Wie ist denn die Sonne entstanden ? Auch Zufall ? Die Luft enthält 21 % Sauerstoff. Forscher sagen, wenn es 22 % wären, würde alles zu brennen beginnen. Beim leichtesten Funken würde Feuer ausbrechen und wäre kaum mehr zu löschen. Wäre der Sauerstoffanteil 20 % würden wir ersticken. War das auch Zufall ?
Die Theorie basiert auf dem mittelalterlichen Verständnis der Lebewesen. Fern von DNA-Analysen. Der Erfinder Charles Darwin hatte sein Leben lang nie etwas von Genen gehört. Zu seiner Zeit glaubte man, dass Fliegen beispielsweise aus altem Fleisch entstehen würden. Ohne hochentwickelte Mikroskope oder andere moderne Forschungsmöglichkeiten war es den Menschen damals nicht möglich zu verstehen, dass die Maden aus Eiern entstanden, die die Fliegen im alten Fleisch ablegten. Sie sahen bloss wie die Fliegen sich auf dem stinkenden Kadaver entwickelten. So glaubten sie, dass sich das alte Fleisch irgendwie wohl zu kleinen Fliegen geformt habe und plötzlich zu leben begonnen hätte. Ebenso dachte man, dass Kröten aus Schlamm entstehen würden, da man sie im Schlamm vorfand. Aber heutzutage ist wohl jedem klar, dass dies Unsinn ist.
Was ist der Unterschied zwischen der Leiche einer Person, die verblutet ist und einer Person die gesund ist und lebt ? Es gibt bloss zwei Unterschiede. Die eine Person hat zu wenig Blut zum Leben und die andere genug. Die eine Person ist tot und die andere lebt. Ansonsten ist bei der Leiche alles vorhanden. Sämtliche Organe, Körperteile usw. Aber selbst wenn man ihr das Blut nun in den Körper zurückpumpt wird sie nicht wieder leben. Denn ein intakter Körper bedeutet noch kein Leben. Wir können keinem Menschen Leben einhauchen. Dies kann nur der allmächtige Gott.
Aber die Evolutionstheorie geht noch weiter. Sie behauptet also, dass die Welt einfach so entstanden sei, mit Sauerstoff, Erdatmosphäre, Ozonschicht, Erdrotation. Mit Blumen, Bäumen, Büschen, Wind, perfektes Gleichgewicht im Wasser, auf dem Land, in der Luft. Zufällig seien dann Lebewesen entstanden im Wasser. Im genau gleichen Meer sind anscheinend durch Zufall im gleichen Zeitraum zwei genau gleiche Lebewesen entstanden. Beide haben sich selbstverständlich gefunden im grossen Meer, haben sich gepaart, fortgepflanzt. Später haben sie sich gedacht, es wäre doch besser grösser zu sein. Also haben sie sich vergrössert (bzw. zu grösseren Tieren entwickelt). Alles durch Zufall natürlich. Dann ging das Wasser zurück. Da beschlossen die Fische ans Land zu übersiedeln. Natürlich wussten sie, dass sie dort nur überleben können mit einer Lunge. Fische haben keine Lunge. Aber kein Problem. Durch Zufall gelang es ihnen eine Lunge, Niere und andere notwendige Organe zu entwickeln. So sind sie ans Land übersiedelt. Am Boden wurde es ihnen jedoch zu langweilig. Sie beschlossen sich Flügel wachsen zu lassen. Und so haben sich all diese Tiere entwickelt.
Die Giraffe sei beispielsweise durch die Antilope entstanden . Die Antilope konnte mit ihrem kurzen Hals die Blätter oben an den Bäumen nicht erreichen, deshalb liess sie ihren Hals immer länger werden.
Das absurdeste Märchen: Der Mensch würde vom Affen abstammen. Genetisch gesehen ist der Mensch dem Schwein deutlich näher als dem Affen. Heisst, dass jetzt das der Mensch vom Schwein abstammt ? Zudem hat der Affe im Dschungel eindeutig Vorteile gegenüber dem Menschen. Einige Vorteile des Affen gegenüber dem Menschen:
- Er hat einen Schwanz, mit welchem er das Gleichgewicht hält und sich sogar an Aesten festhalten kann.
- Er besitzt lange Reisszähne, mit welchen er Gegner ernsthaft verletzten kann.
- Sein Fell schützt vor Kälte, Hitze, Regen, Sonnenbrand, Dornen, Bissen usw.
- Er kann viel schneller klettern als der Mensch.
- Er kann stachelige Nahrung, wie z.B. Ananas sogar mit den Füssen halten.
Wieso hätte der Affe auf diese nützlichen Dinge verzichten sollen ?
Abgesehen von der Tatsache, dass wir gezeigt haben, dass eine korrekte Anordnung von Zellen noch lange kein lebendes Geschöpf ausmacht sind zahlreiche Fragen nicht zu beantworten:
- Warum sind einige Tiere im Wasser geblieben ? Wieso liessen sich nicht alle Tiere Flügel wachsen ?
- Wieso gibt es uralte Fossilienfunde, die zeigen, dass Mücken, Schnecken und andere Tier schon vor Millionen von Jahren existierten ?
- Wenn solche Entwicklungen früher möglich waren, müsste es heute immer noch möglich sein. Daher wäre es ganz einfach z.B. einen Hund mit einem langen Hals zu züchten. Man muss bloss das Futter so hoch stellen, dass er nicht ran kommt und etwas Geduld haben... (Bitte nicht ausprobieren. Sie könnten gewaltigen Aerger mit dem Tierschutz kriegen !)
- Wieso hat man keine einzige Zwischenform gefunden ? Davon müsste es tausende geben. Also z.B. einen Fisch mit Beinen, eine Langhals-Antilope usw. Darwin sagte selber, dass falls keine Zwischenformen gefunden würden, dies ein Beweis sei, dass seine Theorie falsch ist.
1.3. Widerlegung der Behauptungen Gott würde nicht existieren:
Die Einwände gegen die Existenz Gottes sind meist:
1. "Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube an eine höhere Macht."
2. "Wenn es Gott geben würde, würde es nicht soviel Elend auf der Welt geben."
3. "Ich kann Gott nicht sehen. Also gibt es ihn nicht."
Dies sind aber keine Beweise, wie wir gleich zeigen werden.
Zum ersten Einwand: "Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube an eine höhere Macht."
Lehnen Sie die Vorstellung Gott sei ein alter Mann, der auf einer Wolke sitzt, umgeben von Engeln mit Harfen, entschieden ab ? Glauben Sie an eine höhere Macht, die alles bestimmt, die alles weiss, die man nicht in Worte fassen kann, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt ? Eine Allmacht ? Super ! Dann glauben Sie an den allmächtigen Gott, an den auch die Muslime glauben. Der Allmächtige, der Allwissende, der Barmherzige, der Vergebende, Den weder Schlummer noch Schlaf überkommt, das ist Allaah. Auch arabischsprachige Christen nennen den allmächtigen Gott "Allaah".
In Sura (Kapitel) Nr. 112 im Quran wird Er folgendermassen beschrieben (sinngemäss):
"Sprich: 'Es ist Allaah. ein Einziger. Allaah, der Absolute (Ewige, Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden und Ihm ebenbürtig ist keiner."
Nun zum zweiten Einwand: "Wenn es Gott geben würde, würde es nicht soviel Elend auf der Welt geben."
Dies ist kein Beweis, dass es Gott nicht gibt. Es ist lediglich ein Beweis, dass Sie nicht Gott sind.
Die Weisheit Gottes ist unendlich. Nur weil wir den Sinn oder die Weisheit hinter einem Ereignis nicht verstehen, heisst dies nicht, dass es keine Weisheit gibt.
Wenn man beispielsweise einem Kind eine Spritze geben möchte, wird das Kind schreien. Es wird die Spritze nicht haben wollen, denn es versteht den Nutzen davon nicht. Es weiss nur, dass die Spritze Schmerzen bereiten wird und die will es auf jeden Fall verhindern. Die Eltern wollen nur das Beste fürs Kind und werden dafür sorgen, dass es die Spritze bekommt, auch wenn das Kind das nicht will. Denn die Eltern verstehen den Sinn davon.
Wenn Gott zulässt das Ungerechtigkeit geschieht auf dieser Welt, so geschieht dies aus einer Weisheit, die nur Er kennt. Dieses Leben ist nur ein Test. Jeder wird sterben. Die wahre Gerechtigkeit kommt im nächsten Leben. Im Quran, Sura (Kapitel) 99:7-8 sagt Allaah (sinngemäss):
"Wer auch nur eines Stäubchen Gewicht Gutes tut, der wird es dann sehen. Und wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Böses tut, der wird es dann sehen."
Der dritte Einwand: "Ich kann Gott nicht sehen. Also gibt es ihn nicht."
Da Gott selber kein Geschöpf ist, Der einen materiellen Körper hat, können wir Ihn natürlich mit unserem Sehvermögen nicht sehen. Aber es gibt zahlreiche Dinge, die wir mit unseren Augen nicht wahrnehmen können. Z.B. Magnetismus, Strom, Gefühle usw. Wir sehen jeweils das Ergebnis dieser Dinge, jedoch nicht die Sache selbst. So können wir Intelligenz nicht sehen, sondern nur das Gehirn und Ergebnisse des Denkens. Heisst das nun, dass wir keine Intelligenz besitzen ? Ebenso kann man Liebe nicht mit den Augen wahrnehmen, ausmessen oder ähnliches. Wie viel Kilo wiegt die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind ? Wie viele Meter breit ist diese Liebe ? Aber dennoch wird wohl niemand bestreiten, dass Liebe existiert.
1.4. Der Beweis dass es einen Schöpfer gibt, der uns und alles was existiert, erschaffen hat:
Wissen Sie was ein Handy ist ? Ja, genau. Dieses schnurlose Telefon. Modern, Farbdisplay, mit Kamera, Internet usw. Es besteht hauptsächlich aus Metallen, Plastik (wird aus Erdöl gewonnen) und Silikon (Silikat ist in Sand, Ton usw. zu finden). Hören Sie Sich nun diese Geschichte an. Herr Frank ging an einem schönen Montagmorgen in der Wüste spazieren. Da fand er ein brandneues Handy im Sand. Aber nicht, dass jemand es verloren hätte. Nein ! Es ist durch Zufall entstanden. Ein Vulkanausbruch hatte dazu geführt, dass Erdöl und verschiedene Metalle aus dem Boden geschossen sind und der Sand wirbelte durch die Luft. Durch die Hitze des Vulkans schmolzen diese Rohstoffe zusammen und kleine Teilchen entstanden. Die fügten sich dann durch den starken Wind zu einem fixfertigen, funktionstüchtigen, modernen Handy zusammen.
Glauben Sie die Geschichte ? Nicht ?
Was ist die Kamera eines Handys gegenüber dem menschlichen Auge, welches so perfekt funktioniert ? Was ist ein Handy gegenüber dieser Erde ? All diesen wunderschönen Tieren ? Das Handy kann nicht atmen. Es muss geladen werden. Es kann sich nicht selber Nahrung suchen, um Energie zu gewinnen. Es kann sich nicht fortbewegen. Es lebt nicht.
Wenn dieses Gerät nicht durch Zufall entstehen kann, wie kann dann jemand behaupten, dieses Universum sein durch Zufall ohne einen Schöpfer entstanden ?
Daher sind wir selber und die ganze Schöpfung um uns herum ein Beweis für die Existenz Gottes.
Kapitel 2: Die Botschaft Gottes
2.1. Die Rechtleitung Gottes
Wir haben also gezeigt, dass es keine Beweise gibt gegen die Existenz Gottes, jedoch ein ganzes Universum voller Beweise für Seine Existenz.
Die Frage die sich nun zwangsläufig stellt, wenn wir wissen, dass wir einen allmächtigen Gott haben, ist: Hat Gott uns ohne Rechtleitung gelassen ?
Wir sehen, dass der Mensch Leitung braucht. Hier nur zwei Beispiele:
1. Beispiel: Was geschieht, wenn man Kinder in die Schule schickt, aber dort keine Lehrperson ist ? Werden die Kinder sich hinsetzen und versuchen was zu lernen ? Nein, sie werden sich vergnügen, auf den Tischen rumhüpfen, Sachen rumschmeissen, kreischen, lachen usw. Ohne Führung und Regeln werden die Kinder nichts lernen und somit den Zweck des zur Schule Gehens nicht erfüllen.
2. Beispiel: Doch nicht nur die Kinder würden so handeln, auch die Erwachsenen. Was geschieht, wenn jemand eine Schuhfabrik eröffnet, fünfzig Mitarbeiter einstellt, sie am ersten Arbeitstag kommen lässt und sie dann einfach alleine lässt, ohne ihnen zu erklären wo was ist, was überhaupt hergestellt werden soll, wie das Endprodukt aussehen soll usw. ? Werden die Mitarbeiter ihre Arbeitskleidung anziehen, die Maschinen einschalten und zu arbeiten beginnen ? Natürlich nicht. Sie werden sich ähnlich verhalten wie die Kinder, herumsitzen, zusammen reden, ohne zu arbeiten. Sogar wenn manche Menschen so brav wären, dass sie versuchen würden zu arbeiten, würden sie es nicht schaffen genau das herzustellen, was die Firma eigentlich will. Denn woher sollen sie wissen, welches Produkt hergestellt werden sollte ? Und falls sie das richtig erraten würden, woher sollten sie wissen, ob es Wanderschuhe, Turnschuhe, Tanzschuhe, Babyschuhe oder Balletschuhe werden sollen ? Männer-, Frauen- oder Kinderschuhe ? Welche Farbe ? Wieviel ? Kurz gefasst: Sie können den Zweck ihrer Arbeit nicht erfüllen, selbst wenn sie intelligent sind, ohne eine genaue Führung und Anleitung.
Alles in unserem Leben ist strukturiert. Es gibt Arbeitsregeln, Hausordnung, Strassenverkehrsgesetz usw. Alles ist geregelt, von der Wiege bis zum Grab. Wo keine Ordnung herrscht, herrscht automatisch Unordnung und Chaos. Kein Fabrikbesitzer oder Schuldirektor wäre deshalb so dumm seine Leute ohne Führung zu lassen.
Wie kann daher jemand behaupten der allmächtige Gott hätte uns ohne Führung gelassen ? Ohne uns zu erklären was der Sinn unseres Lebens ist ? Nein ! Natürlich hat der allwissenden, barmherzige Gott uns eine Führung gegeben. Die Logik beweist dies. Zudem gibt es keinen Beweis für eine andere Behauptung.
2.2. Hat der Mensch Gottes Führung nötig ?
Es ist klar, dass der allmächtige Gott, Der uns und das gesamte Universum erschaffen hat, diese Welt am besten kennt. Niemand kennt die Naturgesetzte, das menschliche Wesen, die Tiere, die Pflanzenwelt usw. kurz gesagt, die gesamte Schöpfung, besser als Er. Er ist der Allwissende. Er kennt die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft und Er weiss sogar wie etwas wäre, wenn es anders wäre, als es ist.
Um über etwas wirklich gerecht und korrekt urteilen zu können braucht es mehrere Dinge:
1. Wissen. Daher muss der Richter genau die Umstände, Funktionen, Möglichkeiten und Grenzen der Angelegenheit kennen.
2. Unabhängigkeit. Der Richter darf nicht selber einen Nutzen oder Nachteil durch seinen Entscheid erhalten. Er muss unparteiisch und unabhängig sein.
3. Moral: Der Richter darf nicht unmoralisch, unehrlich, korrupt und verlogen sein.
Erfüllt der Mensch diese Bedingungen und kann er sich deshalb anmassen ein Gesetzgeber zu sein ? Absolut nicht !
Unser Wissen ist sehr beschränkt. Keiner von uns kennt die Zukunft. Wir sehen mit unseren Augen bloss einen winzig kleinen Teil des Universums. Wie wenig wissen wir Menschen über unseren eigenen Körper ? Wir Menschen können noch nicht einmal mit modernsten Hilfsmitteln den nächsten Planeten erreichen. Was wissen wir also über unsere Galaxie ? Und Forscher sagen, dass es viele Galaxien gibt im Weltall. Wer weiss was es nach diesen Galaxien noch alles gibt ? Wir sind nur unwichtige Flecklein in dieser Schöpfung.
Zweitens ist der Mensch nie ganz unabhängig. Jeder Mensch liebt seine Freunde mehr als seine Feinde. Das ist natürlich.
Und zuletzt: Welcher Mensch wird wohl von sich behaupten einen vollkommenen moralischen Charakter zu haben ? Niemand ist perfekt.
Würden Sie jemanden Ihr Auto reparieren lassen, der keinen blassen Schimmer von Autos hat ? Womöglich würde er einige wichtige Teile entfernen und behaupten die wären nicht wichtig, weil er deren Funktion nicht kennt. Oder würden Sie jemandem erlauben mit Ihrem Wagen eine Spritztour zu machen, obwohl die Person noch nie in einem Auto gesessen ist ? Die Person wird ziemlich sicher einen Unfall verursachen, wenn man sie fahren lässt. Niemals würden sie dies zulassen.
Aber wie kann nun der Mensch, der keine Ahnung von dieser Welt hat und so unvollkommen ist, die Kühnheit besitzen zu behaupten, er könne hier Gesetze erlassen und Verbote erstellen und die Welt führen ohne die Rechtleitung des allmächtigen Gottes ? Wir sind auf die Führung Allaahs angewiesen !
Wie herrlich ist es doch sich von so einem gerechten, unparteiischen und allwisssenden Herrscher leiten zu lassen. Wie vollkommen und wunderbar sind doch Seine Gesetze und wie sinnvoll Seine Verbote und Gebote.
Kein System auf dieser Welt kann ohne Moral funktionieren. Wo Menschen nicht durch die Religion im Zaum gehalten werden und dazu gezwungen werden Dinge zu machen, die ihrem Ego wiedersprechen bricht Chaos aus. Die Gier nach Macht, Geld und Ruhm gewinnt überhand. Dies sehen wir tagtäglich. Hochrechnungen ergaben, dass die Nahrung auf dieser Welt für eine doppelt so hohe Bevölkerungszahl reichen würde. Dennoch verhungern jeden Tag tausende. Die reichen Staaten sind nicht wircklich interessiert den Armen zu helfen. Der Westen hat sich einen ansehnlichen Reichtum gesichert durch die Armut der Dritten Welt. Ist das wircklich Entwicklung ?
Die einzige Möglichkeit Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt zu erreichen, besteht darin sich Gottes Rechtleitung zu ergeben. Je stärker sich die Menschen bewusst sind, dass sie vom allmächtigen Gott beobachtet werden, Der sie immer und überall sieht und Der die Macht hat sie zu bestrafen, desto mehr werden sich Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit verbreiten. Je stärker die Liebe zu Gott wird und das Verlangen Sein Wohlgefallen zu erlangen, desto mehr wird Egoismus der Nächstenliebe weichen.
Oder haben Sie etwa eine andere Lösung ? Jeder, der ehrlich zu sich selbst ist, wird erkennen, dass es keine Alternative dazu gibt.
2.3. Gesandte Gottes
Wir haben also bewiesen, dass Gott uns nicht alleine lässt, sondern uns eine Führung gibt und dass wir Menschen diese Führung benötigen.
Der einzelne Mensch mag sich sehr wichtig vorkommen. Doch er ist im Universum nur ein kleiner Fleck. Somit ist klar, dass Gott nicht jedem einzelnen Menschen alles erklären wird. Die effektivste Art allen Menschen Rechtleitung zu kommen zu lassen ist es ihnen ein Vorbild zu schicken. Es muss jemand sein, der wie sie ist. Jemand der die gleichen Gefühle hat, der die gleichen Bedürfnisse hat.
Engel kommen dazu nicht in Frage. Einerseits sind sie für den Menschen normalerweise unsichtbar. Wie können wir jemanden nachahmen, den wir nicht sehen ? Anderseits haben Engel kein Bedürfnis nach Essen, Trinken, Schlaf usw.
Drittens: Engel gehorchen von Natur aus ihrem Schöpfer. Sie begehen keine Sünden.
Daher muss das Vorbild ein Mensch sein. Zu diesem Zweck hat der allmächtige Gott Propheten und Gesandte auserwählt. Diesen hat Er Rechtleitung, Offenbarung und Weisheit gegeben, um damit den Menschen die Gesetze Gottes zu erklären. Dies ist der Beweis für das Prophetentum.
Allaah sandte zahlreiche Propheten in die Welt. Einige davon kennen wir mit Namen, wie zum Beispiel Nuh (Noah), Ibrahim (Abraham), Dawud (David), Musa (Moses), 'Isa (Jesus) und Muhammad - Allaahs Segen und Frieden auf ihnen allen. Wieviele Propheten es insgesamt gegeben hat, wissen wir nicht.
Die Botschaft der Gesandten war immer die gleiche: "Dient dem einen Gott und betet niemanden ausser Ihm an." Natürlich auch die moralischen Grundsätze, wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit usw. Es konnte jedoch in Einzelheiten kleine Unterschiede geben. Z.B. war allen Gemeinden vorgeschrieben zu fasten. Doch die Anzahl der Tage und die genaue Art des Fastens konnte unterschiedlich sein. Damit prüfte Allaah die Menschen, um zu sehen, wer sich der Gesetzesänderung fügt und wer stur an den Riten seiner Vorväter festhält.
2.4 Heilige Schriften
Doch was ist mit den Menschen, die nicht die Möglichkeit haben die Propheten und Gesandten (Friede auf ihnen allen) persönlich zu treffen ? Dazu hat Allaah heilige Schriften offenbart. Darin ist erklärt wieso wir leben, was Allaah von uns will, was wir dürfen und was uns verboten ist. Somit hat eigentlich jeder Mensch die Chance sich über die Botschaft Gottes zu informieren. Doch Allaah zwingt den Menschen Seine Botschaft nicht auf. Jeder kann selber entscheiden, ob er danach leben will oder nicht. Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich und er wird sich eines Tages dafür verantworten müssen.
Kleine Anmerkung: Wer aus einem Grund nicht die Möglichkeit hat von der Botschaft zu erfahren, weil er beispielsweise irgendwo im Dschungel lebt und nie was von Religion gehört hatte oder weil er geistig behindert ist und die Botschaft nicht begreifen kann, bekommt am Jüngsten Tag seine Chance.
Es wurden mehreren Gesandten Schriften offenbart. Von einigen wissen wir, von anderen nicht. Die bekanntesten heiligen Schriften, die der allmächtige Gott offenbart hatte sind die Thora, das Evangelium und der Quran. Die Verantwortung über die Erhaltung und Bewahrung dieser Schriften (ausser über den Quran) hat Allaah den Menschen übergeben. Dies war ein Test. Doch die Menschen haben den Test nicht bestanden. Sie sind der Versuchung erlegen und haben im Laufe der Zeit Teile der Schrift gefälscht. Jedes Mal wenn die Verfälschung der Schriften und der Religion ein solches Ausmass erreicht hatte, das kaum noch was von der ursprünglichen Botschaft übriggeblieben ist, sandte Allaah einen neuen Propheten und oft auch eine neue heilige Schrift.
Die Christen sagen, dass die letzte Offenbarung Gottes die Bibel sei. Doch heute bestreitet kaum ein christlicher Gelehrter, dass die Bibel verfälscht worden ist. Von den meisten Büchern der Bibel weiss man nicht einmal wer sie geschrieben hat. Vieles wurde erwiesenermassen hinzugefügt und kam in den älteren Manuskripten nicht vor. Es gibt tausende von Widersprüchen. Die Katholiken haben eine Bibel die sieben Bücher mehr hat, als die der Protestanten. Es gibt zahlreiche Versionen der Bibel mit zum Teil grossen Unterschieden. Wie kann man da wissen, was noch echt ist und was nicht ? Wo ist also die unverfälschte Botschaft des allmächtigen Gottes, die uns die so dringend benötigte Rechtleitung bringt ?
2.5. Der Quran
Natürlich hat uns Allaah nicht im Stich gelassen. Einige Jahrhunderte nach dem Tod von Jesus (Friede auf ihm) hat Gott den letzten Propheten geschickt und die letzte Offenbarung. Den Propheten Muhammad (Allaahs Friede auf ihm) mit dem Quran.
Der Quran ist das Wort Gottes. Hier sind einige Beweise dafür:
1. Der Quran ist immer noch in der Sprache vorhanden, in welcher er offenbart worden ist. Ueberall auf der Welt lesen Muslime die gleichen Worte vor. Es gibt nur eine Version. Egal ob chinesicher, arabischer oder türkischer Muslim, der Quran ist immer der gleiche.
2. Der Quran ist seit 1400 unverfälscht. Allaah hat es übernommen dieses Buch vor Verfälschung zu bewahren. Sogar Islamgegner und Nicht-Muslime geben zu, dass der Quran unverfälscht ist. Denn:
a) Während der Lebzeit des Gesandten Allaahs (Friede auf ihm) hatten tausende Menschen den gesamten Quran auswendig gelernt. Noch heute können übrigens viele Muslime den gesamten Quran auswendig. Somit wurde der Quran in den Köpfen der Menschen bewahrt.
b) Kurz nach dem Tod des Propheten Muhammads (Friede und Segen auf ihm) wurden mehrere Abschriften des Qurans gemacht und in verschiedene Orte der Welt verschickt. Zwei dieser Manuskripte sind heute noch vorhanden und können im Museum besichtigt werden. Dort kann man sich davon überzeugen, dass diese Quranmanuskripte Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe mit dem heutigen Quran übereinstimmen.
3. Das sprachliche Wunder: Die Araber in der Zeit des Propheten Muhammads (Friede auf ihm) waren Meister in der Poesie. Der Quran ist 600 Seiten lang, erklärt Geschehnisse aus der Vergangenheit kurz und präzise, enthält wissenschaftliche Tatsachen und vieles mehr und dies alles reimt sich ! Unsere Gesetzbücher sind so mühsam formuliert, dass meist nur die Jura-Studierten sie verstehen, wenn sie sich nun auch reimen sollten ? Unmöglich. Der Quran fordert die Araber heraus auch nur ein Kapitel zu verfassen, welches dem Quran ebenbürtig ist. Die Poesiekünstler dieser Zeit haben jedoch die sprachliche Ueberlegenheit erkannt und haben diese Herausforderung nicht angenommen.
4. Wissenschaftliche Wunder: Der Quran erklärt zahlreiche wissenschaftliche Tatsachen, die vor 1400 Jahren vollkommen unbekannt waren. Hier werden nur einige wenige genannt:
a) Der Quran sagt uns dass alle Gestirne eine Umlaufbahn haben. Diese Information kam 700 Jahre bevor die Europäer herausfanden, das die Erde nicht flach ist !
b) Die Sonne hat ein eigenes Licht, der Mond nur reflektiertes Licht. Dies steht auch im Quran.
c) Aus was bestehen alle Lebewesen ? "Wir schufen aus Wasser jedes lebende Wesen. Wollen sie denn nicht glauben ?" (Quran, 21:30, sinngemäss)
d) An manchen Stellen der Erde treffen Süss- und Salzwasser aufeinander. Wussten Sie das es eine unsichtbare "Scheidewand" gibt, die das Vermischen von Süss- und Salzwasser verhindert ? Wenn Sie dies nicht gewusst haben, könne Sie Sich trösten. Die Wissenschaft hat dies auch erst vor kurzem herausgefunden. Der Quran sagt darüber (sinngemäss):"Er hat den beiden Gewässern, die einander begegnen freien Lauf gelassen. Zwischen ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht ineinander übergreifen." (Sura 55:19-20)
e) Ebenfalls erst kürzlich entdeckt und im Quran schon lange erwähnt: Es gibt interne Wellen im Meer. Da das Wasser in den oberen Schichten des Meeres andere Eigenschaften hat, als das tiefgelegene Wasser, entstehen Wellen im Innern des Meers.
f) Erst im 16. Jahrhundert entdeckten Forscher den männlichen Samen. Darauf entstand die Vorstellung, dass im Sperma ein Miniaturmensch sei, der bereits sämtliche vollkommene Körperteile besässe und in den Bauch der Mutter katapultiert würde, wo er einfach grösser wird, bis zur Geburt. Im 18. Jahrhundert wird dann endlich auch die weibliche Eizelle gefunden. Der Quran erklärte jedoch schon viel früher die Entstehung des Menschen. Er spricht sogar über die einzelnen Entwicklungsstadien des Embryos. Die Angaben sind so einfach erklärt und so präzise, dass die moderne Forschung sich entschlossen hat diese Einteilung zu verwenden. Der Quran sagt, dass der Mensch erst ein "Alaq" ist. Das hat mehrere Bedeutungen im Arabischen. Einerseits "Blutklumpen". In diesem Stadium ist der Samen mit der Eizelle verschmolzen und ist nun eine Art Blutklumpen. Die zweite Bedeutung lautet „etwas, das sich anklammert“ und beschreibt sehr gut die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter. Weitere Bedeutung "Blutegel", zu diesem Zeitpunkt sieht es nicht nur aus wie ein Blutegel, sondern es verhält sich auch so, da es sich an die Gebärmutter geheftet hat und nun das Blut saugt. Etwas später bildet sich das Rückengrad. Durch die gekrümmte Haltung ähnelt der Embryo nun einem Stück Lehm mit einem Zahnabdruck. Kein Wunder vergleicht der Quran es bildlich in diesem Stadium mit "Etwas, auf dem herumgekaut wurde". Lange haben Forscher auch gedacht, dass sich zuerst das Fleisch bildet, dann die Knochen. Erst vor kurzem wurde dies wiederlegt. Doch der Quran ist der Forschung überlegen und erklärt, ".. dann von diesem (fötalen) Klumpen Knochen und bekleideten die Knochen mit Fleisch".
Dies sind nur einige Beispiele. Nun fragt man sich: Woher wusste der Prophet Muhammad (Friede auf ihm) diese Dinge ? Er war Analphabet gewesen. Kein reicher Forscher sondern ein Waisenkind. Hat er das alles erraten ? Ohne sich einmal zu irren ? Es gibt nichts im Quran, was der modernen Forschung wiedersprechen würde. Wie kann man so viele Tatsachen erraten oder erfinden ? Dies ist unmöglich. Wenn man die Angelegenheit unvoreingenommen betrachtet, muss man zugeben, dass es nur eine Antwort gibt. Viele moderne Wissenschaftler, wie der berühmte amerikanische Embryologe K. Moor, haben offen zugegeben: Dieses Wissen kann nur von Gott stammen ! Der Quran ist das Wort Gottes.
2.6. Muhammad (Friede und Segen auf ihm)
Da wir jetzt wissen, dass der Quran von Gott stammt und unverfälscht ist, ist auch klar, dass Muhammad (Friede auf ihm) der letzte Gesandte Gottes ist.
Allaah sagt im Quran (33:40, sinngemäss): "Muhammad ist nicht der Vater einer eurer Männer, sondern der Gesandte Allaahs und der letzte aller Propheten, und Allaah besitzt die volle Kenntnis aller Dinge."
Weitere Beweise finden sich in seiner Biographie.
1. Er hat nie nach Macht oder Reichtum gestrebt.
2. Vor dem Islam war er aufgrund seiner Ehrlichkeit hochgeachtet bei den Menschen. Man nannte ihn sogar "Al-Amin", den Vertrauenswürdigen. Er lebte auch ein angenehmes Leben. War weder arm noch besonders reich. Doch mit der Verkündung des Islams musste er viel Leid ertragen. Sein Stamm wollte die Verbreitung des Islams mit allen Mitteln verhindern, da sie um ihre Einnahmen mit dem Götzenkultgeschäft fürchteten und unbedingt an den Kulten ihrer Vorväter festhalten wollten. Somit wurde Muhammad (Friede auf ihm) verleumdet, verspottet, mit Müll beworfen und angespuckt. Man nannte ihn einen Verrückten, einen Irren, Magier, Wahrsager, Poet usw. Doch dies konnte ihn nicht daran hindern den Islam zu predigen. Auch Drohungen und sogar Mordanschläge nicht. Nachdem sein Volk jahrelang versucht hatte, ihn von der Mission abzubringen, versuchten sie ihn zu bestechen. Ihm wurde gesagt, dass falls es ihm um Geld gehe, würden sie Geld für ihn sammeln, bis er der Reichste wäre unter ihnen. Falls er Macht wolle, würden sie ihn zu ihrem Herrscher erklären usw. Doch er lehnte ohne zu zögern ab. Nach 13 Jahren Terror, Erniedrigung und Beleidigung, gab ihm Allaah die Anweisung nach Medinah überzusiedeln. Dort wurde er zum Staatschef. Doch er lebte weiterhin ganz bescheiden. Er lebte in einer kleinen Lehmhüttte, flickte seine Schuhe selber, half bei der Hausarbeit und vieles mehr.
3. Manche Menschen haben behauptet er hätte den Quran erfunden und von der Bibel abgeschrieben. Doch erstens gab es damals keine arabische Bibel. Zweitens konnte er weder lesen noch scheiben. Drittens kann diese Behauptung im Lichte der wissenschaftlichen Wunder im Quran nicht überleben. Viertens: Warum hätte er dies machen sollen ? Um die Christen und Juden auf seine Seite zu ziehen ? Erstens strebte er erwiesenermassen nicht nach Macht und zweitens wurden n der schwierigen Phase in Makkah Verse offenbart, der genau das Gegenteil bewirkt:
Sura Maria, 19:30 (sinngemäss): "Er (Jesus) sagte: 'Ich bin ein Diener Allaahs. Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht."
Die Juden werden dazu sagen: "Wie. Prophet ? Jesus war gar kein Prophet."
Und drei Verse weiter sagt der Quran (19:33--35, sinngemäss): "Und Friede war über mir an dem Tag, als ich geboren wurde, und (Friede wird über mir sein) an dem Tag, wenn ich sterben werde und an dem Tag, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde.' Dies ist Jesus, Sohn der Maria - (dies ist) eine Aussage der Wahrheit über die sie uneins sind. Es geziemt Allaah nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei Er ! Wen Er etwas beschliesst, so spricht Er nur: 'Sei !' und es ist." Hier wird der christlichen Vorstellung Jesus sei Sohn Gottes widersprochen.
Kapitel 3: Das Leben nach dem Tod:
3.1. Gibt es ein Leben nach dem Tod:
Manche Menschen sagen: "Wir haben keine Beweise, dafür dass es einen Tag der Abrechnung und ein Leben nach dem Tod gibt, denn es kam ja noch nie jemanden von den Toten zurück um uns darüber zu informieren."
Erstens ist diese Aussage (das es keine Beweise gibt) nicht ganz richtig und zweitens gilt dies auch umgekehrt. Wir haben keine Beweise, dass kein Leben nach dem Tod gibt !
Erster Beweis:
Wir haben bewiesen das Gott existiert. Ist Gott gerecht ? Jeder Mensch wird dies instinktiv bejahen. Aber auf dieser Welt gibt es offensichtlich keine Gerechtigkeit. Wenn Gott also gerecht ist und es auf dieser Welt keine Gerechtigkeit gibt, bedeutet dies, dass die Gerechtigkeit noch kommt !
In diesem Leben kann beispielsweise eine gläubige Person ihr ganzes Leben und Vermögen aufopfern, um tausenden von armen Menschen für das Wohlgefallen Gottes zu helfen. Wie kann diese Person genügend belohnt werden ? Anderseits kann man einen Massenmörder hier nur einmal töten, egal wie viele Menschen er umgebracht hatte. Wie kann man eine solch grausame Person, die ihr ganzes Leben lang kleine Kinder und unschuldige Menschen gequält hat ausreichend bestrafen ?
Dies ist der Beweis dafür, dass es einen Jüngsten Tag geben wird und somit ein Leben nach dem Tod.
Einen Tag, an welchem jeder Mensch gerichtet wird. An diesem Tag gibt es keine Bestechungsgelder, kein Lügen, keine falschen Zeugenaussagen. Pure Gerechtigkeit herrscht an diesem Tag. Allaah betont dies an zahlreichen Stellen des Qurans. Beispielsweise sagt Er in Sura (Kapitel) 41:46 (sinngemäss):
"Und dein Herr ist niemals ungerecht gegen die Menschen."
Und in Sura 18:30 (sinngemäss):
"Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun - gewiß, Wir lassen den Lohn derer nicht verlorengehen, die die besten Taten begehen."
Und in der gleichen Sura, Vers 49 (sinngemäss):
"Und das Buch wird hingelegt. Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: „O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es läßt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen.“ Sie finden (alles), was sie taten, gegenwärtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht."
Dieses Leben ist bloss ein Test. Es ist ähnlich wie mit der Telefonrechnung. Man bekommt einen Vertrag, man wird über die Tarife informiert. Nun kann jeder selber entscheiden wieviel er telefoniert. Aber am Ende des Monats kommt die Rechnung. Es wird nicht helfen sich über die hohe Rechnung zu beschweren, mit der Ausrede, man habe die Liste mit den Tarifen nicht durchgelesen, weil man keine Zeit hatte, und daher nicht gewusst habe wie teuer es ist stundenlang ins Ausland zu telefonieren. Selber schuld ! Ebenso kann am Jüngsten Tag niemand mit der Ausrede kommen, er hätte keine Zeit gehabt sich Gedanken über Gott zu machen, sich über die Gebote Gottes zu infomieren und Gott zu dienen.
Der Sinn des Lebens ist es Gott zu dienen. Dies ist der Grund weshalb wir auf dieser Welt sind. Wie kannst du also keine Zeit dafür haben ? Das ist wie jemand, der eingestellt wird als Verkäufer und er verkauft nichts, ist nicht einmal an der Kasse. Wenn der Vorgesetzte ihn darauf anspricht, sagt er, er habe keine Zeit gehabt zu arbeiten während der Arbeitszeit. Er sei damit beschäftigt gewesen, das Leben zu geniessen, die Wohnung zu reinigen, seine Mutter zu besuchen usw. ! Wie bitte ?!
Zweiter Beweis:
Der Quran. Wie wir oben bewiesen haben, kann der Quran von keinem anderen als vom allmächtigen Gott stammen. Im Quran sagt uns Allaah, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Dies ist also der deutlichste Beweis. Z.B. Quran, Sura 64:7 (sinngemäss):
"Die da ungläubig sind, wähnen, sie würden nicht auferweckt werden. Sprich: 'Doch, bei meinem Herrn, ihr werdet gewißlich auferweckt werden; dann wird euch gewißlich verkündet werden, was ihr getan. Und das ist Allah ein leichtes.'"
3.2. Wiedergeburt ?
An dieser Stelle sei auch kurz die Idee der Reinkarnation bzw. Wiedergeburt erwähnt. Diese Vorstellung ist mit dem Judentum, dem Christentum und dem Islam vollkommen unvereinbar. Er besagt, dass der Mensch zahlreiche Leben hätte, daher wenn der Mensch sterben würde, würde er in einem anderen Körper wiedergeboren.
Hier muss man sich fragen: Die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. Dies ist ein Beweis gegen die Wiedergeburt. Denn wenn der Mensch sterben würde und dann in einem anderen Körper geboren wird, wäre ja die Anzahl Seelen immer gleich gross ! Es gäbe daher immer gleich viele Menschen auf Erden.
Der Glaube der Reinkarnation sagt, dass wenn der Mensch gute Taten gemacht hat wird er in eine Familie mit hohem sozialem Status wiedergeboren. Falls er ein schlechter Mensch war, wird als eine Person wiedergeboren, die einen tiefen Status in der Gesellschaft hat. Somit entsteht eine Vorstellung, dass manche Menschen besser seien als andere. Es entsteht ein Kastendenken mit "hohen" Menschen und "niedrigen" Menschen. Dies führt dazu das reiche Leute auf arme, behinderte oder sonstwie sozialbenachteiligte Menschen hinabblicken und sie verachten. Ferner ist es eine Tatsache, dass jährlich tausende von Menschen mit solchem Glauben Selbstmord begehen, in der Hoffnung in einer besseren Situation wiedergeboren zu werden.
Zuletzt würde dies bedeuten, dass die einzige Strafe für einen Massenmörder, wie beispielsweise Adolf Hitler, ein weiteres Leben wäre. Vielleicht ein Leben als armer oder behindertet Mensch. Doch Armut und Behinderung bedeutet nicht automatisch Unzufriedenheit. Im Gegenteil beweisen die astronomischen Selbstmordraten in den reichen Industriestaaten, dass Reichtum und Gesundheit oft zum Gegenteil von Zufriedenheit und Glück führt. Wo bleibt da die Bestrafung ? Wo bleibt die Gerechtigkeit ?
Gibt es irgendwelche Beweise für die Reinkarnation ?
Manche Menschen bringen Rückführungen als Beweis für die Wiedergeburt an. In Rückführungen werden Menschen in einen Hypnosezustand versetzt und kriegen Halluzinationen. Dabei kann es sein, dass sie Landschaften, Häuser usw. sehen, wo sie angeblich in einem vorderen Leben gelebt hätten und diese Eindrücke später sogar detailliert beschreiben. Es kann durchaus sein, dass man feststellt, dass es tatsächlich mal ein Haus nach der Beschreibung dieser Person gegeben hat, an dem Ort, den sie nennt. Doch diese Vorstellungen kommen nicht aus einem früheren Leben. Es gibt Geisterwesen. Diese sind für die Menschen normalerweise nicht sichtbar. Sie leben länger als wir und kennen daher gewisse Orte aus der Vergangenheit. Somit können sie unter gewissen Umständen ins Unterbewusstsein der Menschen eindringen und ihm Gedanken, Einbildungen und Halluzinationen eingeben. Auf diese Weise entstehen solche Einbildungen. Diese sind absolut kein Beweis für mehrere Leben.
3.3. Was erwartet den Menschen im Jenseits ?
Was erwartet daher die Menschen im Jenseits ?
Im Jenseits gibt es absolute Gerechtigkeit. Eine Waage wird aufgestellt und die Taten der Menschen werden gewogen. Nicht das Allaah dies nötig hätte. Nein. Wir Menschen haben somit keine Ausrede und können nicht behaupten, wir würden ungerecht behandelt.
Das Diesseits ist nicht gut genug als Belohnung für die Rechtschaffenen und nicht schlecht genug als Bestrafung für die Verbrecher.
Wer mehr gute Taten hat, als Sünden darf durch Allaahs Gnade ins Paradies eintreten. Dort findet er ewige Glückseligkeit. Kein Stress, keine Krankheiten, keine Probleme, keine Steuern, kein Geschrei, keine Kopfschmerzen, keine Müdigkeit, keine Langeweile. Ruhe und Genuss für immer. Das Paradies wird ausgiebig beschrieben im Quran. Doch es ist über unserer Vorstellungskraft. Hier wird nur ein einziger Ausschnitt genommen:
Die Gärten von Eden, in die sie eintreten sollen wie auch die Rechtschaffenden von ihren Vorvätern, ihren Frauen und ihrer Nachkommenschaft. Und die Engel sollen zu ihnen durch sämtliche Tore eintreten (und sprechen:) "Frieden sei mit euch, weil ihr in Geduld standhaft geblieben seid!" Und herrlich ist die Belohnung mit der (jenseitigen) Wohnung. (Sure ar-Ra'd: 23-24, sinngemäss)
Wer jedoch mehr schlechte Taten und Verbrechen in seiner Waagschale hat, als gute Taten, der wird durch die Gerechtigkeit Allaahs bestraft.
Kapitel 4: Wie komme ich also ins Paradies ?
4.1. Durch den Glauben an die Trinität ins Paradies ?
Eigentlich nimmt jede Religion in Anspruch der wahre Weg zu Gott zu sein bzw. zur Erlösung. Wir haben weiter oben ausführlich bewiesen, dass der Quran nur von Allaah stammen kann und dass bis zu unserer Zeit unverfälscht geblieben ist. Wir werden aber dennoch einen kurzen Blick auf die christliche Vorstellung der Erlösung werfen.
Das Christentum, welches wir heute kennen, sagt, dass man erstes an die Trinität glauben müsse. Laut der Trinität (Dreifaltigkeit) besteht Gott aus drei Personen. Er ist aber dennoch nur ein Gott. Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der heilige Geist. Jeder von ihnen allmächtig, allwissend, ewig usw. Alle drei zusammen ergeben Gott. Das heisst 1 + 1 + 1 = 1 !
Um gemäss christlicher Auffassung das ewige Paradies zu erreichen und der qualvollen Strafe in der Hölle zu entgehen, muss man aber auch an den Opfertod glauben. Denn gemäss diesem Glauben ist jeder Mensch bereits als kleines Baby ein Sünder, da er die Sünde, die Adam und Eva gemacht hatten, geerbt hat. Das heisst, dass Gott in der Person Jesus (Friede auf ihm) auf die Erde gekommen ist, sich anspucken liess, verleumden liess, fangen liess, dann ans Kreuz nageln liess um für die Sünden der Menschen zu sterben !
Daher kommt gemäss dieser Theorie jeder ins ewige Paradies, der daran glaubt, dass Gott für seine Sünden gestorben ist. Egal ob er ein frommer Mensch war oder ein Massenmörder, wie Adolf Hitler war. Wenn er dies anerkennt ist ihm das Paradies garantiert. Hingegen kommt jeder, der nicht glaubt, dass der allmächtige Gott sich von den Menschen töten liess für alle Ewigkeit ins Höllenfeuer. Egal wie oft er gebetet hat, wie viel er den Armen geholfen hat, wie oft er in der Kirche war, er wird für immer in der Hölle sein. Bis vor kurzem glaubte man im Vatikan auch noch an die "Vorhölle". Dies sei eine Hölle in die alle Kleinkinder kommen würden, die ohne Taufe gestorben sind. Denn da sie nicht getauft worden sind, haben sie den Opfertod Jesus nicht anerkannt und daher kommen sie eben in die Hölle. Vor wenigen Jahren hat der Vatikan jedoch die Vorhölle "abgeschaffen".
4.2. Was ist dran an der Dreifaltigkeitstheorie ?
Das die Dreifaltigkeit und die Opfertodtheorie waren erwiesenermassen nicht im Glauben der Urchristen vorhanden. Sie wurde erst im Jahre 550 nach Christus eingeführt und dann zum offiziellen christlichen Glauben ernannt. Das Bekenntnis lautet:
"Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermengung der Personen und ohne Trennung der Weisheit.
Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, eine andere dies des Heiligen Geistes.
Aber Vater und Sohn und Heiliger Geist haben nur eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleiche ewige Majestät. (...)
Wer daher selig werden will, muss dies von der heiligsten Dreifaltigkeit glauben."
Sie wiedersprechen auch zutiefst dem gesunden Menschenverstand. Wer mit offenem Herz und ohne Vorurteile auf die Angelegenheit blickt wird dies schnell erkennen.
Wenn etwas aus verschiedenen Teilen besteht und ein Teil davon entfällt, dann besteht das Ding, welches aus diesen Teilen bestand nicht mehr, da ja nicht mehr alle Teile vorhanden sind. Z.B. ein Ehepaar besteht aus Frau und Mann. Wenn nun der Ehemann stirbt, dann gibt es kein Ehepaar mehr, sondern einen Toten und eine Witwe. Oder nehmen wir das Beispiel mit dem Ei. Ein Ei besteht aus drei Teilen. Eierschale, Eidotter und Eiweiss. Wenn ich jetzt nur die Schale und das Eiweiss habe, kann ich nicht von einem "Ei" sprechen. Wenn man einen christlichen Gelehrten fragt, ob Gott aus dem heiligen Geist und Jesus bestehe, wird er verneinen und sagen, dass Gott aus drei Personen besteht. Wenn man dann fragt: "Und Gott und der heilige Geist ? Sind die zusammen Gott ?", wird er ebenfalls erklären, dass alle drei Personen nötig sind, um "Gott" zu erhalten.
Ist Gott ewig lebend? Natürlich ! Das heisst aber, dass wenn Gott aus diesen drei Personen bestehen würde, daher Jesus Gott wäre und Jesus (Friede auf ihm) am Kreuz gestorben wäre, dann wäre logischerweise auch Gott gestorben. Kann Gott sterben ? Gepriesen sei der Allmächtige Gott ! Natürlich nicht ! Wie kann der Ewig lebende sterben ? Gepriesen sei der Allmächtige Gott !
Einen anderen Beweis für den Irrtum dieser Theorie finden wir in der Bibel selbst. Frage: Ist Gott allwissend ? Ja ! Lügt Jesus (Friede auf ihm) ? Nein ! Gut. Nun. In Markus 12:32 sagt Jesus, dass er nicht weiss wann der Jüngste Tag ist:
"Aber den Tag oder die Stunde, wann das geschehen soll, kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel - nicht einmal der Sohn. Nur der Vater kennt sie."
Wir haben gesagt, dass Gott alles weiss und dass Jesus nicht lügt. Aber wenn Jesus (Friede auf ihm) Gott wäre, wie kann es sein, dass Gott nicht weiss, wann der Jüngste Tag ist ? Und was ist mit dem Heiligen Geist ? Wenn nur der Vater den Zeitpunkt der Stunde kennt, heisst dies dass der Heilige Geist auch keine Ahnung davon hat. Wieso weiss der auch nicht wann der Jüngste Tag ist ? Ein Drittel von Gott weiss wann der Jüngste Tag ist und zwei Drittel wissen es nicht ? Aber Gott ist allwissend ?! Das wäre als würde man sagen: "Das Auto ist vollkommen unbeschädigt. Vorne ist es unbeschädigt, in der Mitte hat es Rost und hinten Totalschaden. Wie kann Gott gleichzeitig allwissend und unwissend sein ?
4.3. Die Bibel widerspricht der Trinität:
Hier folgen noch weitere Beweise, dass die Bibel der Trinität widerspricht. Natürlich nicht alle, das würde den Rahmen dieses Textes sprengen. Zudem reichen die beiden Beweise oben für einen Menschen mit einem offenen Herz vollkommen aus.
1. Haben die Menschen Jesus gesehen ? Natürlich. Aber in Timotheus 6:16 steht folgendes:
"Wann das geschieht, das bestimmt Gott, der in sich vollkommene und alleinige Herrscher, der König der Könige und Herr aller Herren. Er alleine ist unsterblich. Er lebt in unzugänglichem Licht; kein Mensch hat ihn je gesehen und keiner kann ihn jemals sehen. Ihm gehört Ehre und ewige Macht ! Amiin."
2. Ist Gott allmächtig ?Jesus wird zitiert in Johannes 5:30:
"Ich kann nichts von mir aus tun, sondern entscheide als Richter nur so, wie Gott es mir sagt. Meine Entscheidung ist gerecht, denn ich setzte nicht meinen eigenen Willen durch, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat."
3. Kommt man durch den Glauben an Trinität und Opfertod ins Paradies ? Jesus ist da gemäss Matthäus 19:16-21 anderer Meinung:
"Einmal kam ein Mann zu Jesus und fragte ihn: O Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen ?" - "Warum fragst du mich, was gut ist ?" antwortete Jesus. "Es gibt nur Einen, der gut ist ! Wenn du bei ihm leben willst, dann befolge seine Gebote." - "Welche Gebote ?" fragte der Mann. Jesus antwortete: "Morde nicht, zerstöre keine Ehe, beraube niemand, sag nichts Unwahres, ehre deinen Vater und deine Mutter und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst." - "Ich habe alle diese Gebote befolgt", erwiderte der junge Mann. "Was muss ich noch tun ?" Jesus sagte zu ihm: "Wenn es dir ums Ganze geht, dann verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen, so wirst du bei Gott einen unverlierbaren Reichtum haben. Und dann geh mit mir !"
4. Gemäss Matthäus 7:21 sagte Jesus:
"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt."
5. Betet Gott ? Zu wem denn ? Jesus betet zu Gott (Lukas 22:41):
"Und er (Jesus) ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete:"
6. Der Allmächtige Gott soll Angst haben ? Er kann doch alles ändern, wenn Er will. Er ist ja allmächtig. Aber da Jesus nicht Gott ist und daher nicht allmächtig hatte er gemäss Lukas 22:44 Angst:
"Und er betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte."
7. Der Satan versuchte Jesus dazu zubringen ihn, statt Gott anzubeten. Dies zeigt, dass Jesus auch gemäss Bibel ein Diener Gottes war (Matthäus 4:8-10):
"Zuletzt führte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Grösse und Schönheit und sagte: 'Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.' Aber Jesus antwortete: 'Weg mit dir Satan ! In den heiligen Schriften heisst es: 'Vor dem Herrn, deinem Gott wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst !'"
Sollte man also nicht auf Jesus hören und Gott alleine anbeten, niemanden sonst ? Und wie hat Jesus Gott angebetet ? Indem er sich vor Ihm niedergeworfen hat (siehe Bibelzitat bei Punkt 5). Mit dem Gesicht am Boden beten übrigens die Muslime zum allmächtigen Gott.
Kapitel 5: Sich Gott ergeben:
Die Hingabe an Gott ! Das ist es was Jesus vorgelebt hatte. Gottergebenheit / sich Gott unterwerfen, heisst im Arabischen "Islam". Von der gleichen Wortwurzel stammt auch das Wort "Muslim", daher "Gottergebener".
Der Islam achtet Jesus (Friede auf ihm) sehr. Aber nicht als "Sohn Gottes", sondern als Prophet Gottes. Von Gott auserwählt, um Seine Botschaft seinem Volk zu verkünden. Muslime glauben nicht nur an die Jungferngeburt von Jesus, sondern auch an seine Wunder. Das er mit Gottes Erlaubnis die Blinden heilte, den Toten wieder Leben gab, aus Lehm eine Vogel formte und dieser mit Gottes Erlaubnis zu einem lebendigen Vogel wurde usw. Jesus wird hoch geachtet. Aber nicht angebetet. Niemand das Recht hat angebetet zu werden, ausser dem allmächtigen Gott !
Allaah kann niemals Mensch werden. Eine Eigenschaft von Gott ist, dass Er im Gegensatz zur Schöpfung nicht erschaffen ist. Was erschaffen ist, hat automatisch einen Schöpfer, dies zeigt ja bereits das Wort. Aber Gott ist nicht erschaffen, Er hat keinen Schöpfer. Er wird sich daher nicht zu einem Menschen wandeln, denn dies widerpricht seiner Göttlichkeit. Jesus (Friede auf ihm) hatte Bedürfnisse. Er hat gegessen. Muss Gott essen ? Und was geschieht wenn man gegessen hat ? Ja, richtig man muss zum stillen Oertchen. Will nun etwa jemand behaupten der allmächtige Gott müsse... Authubillah (Gott bewahre) !
Zudem braucht es keinen Opfertod, da der Islam uns erklärt, dass es erstens keine Erbsünde gibt und zweitens für Sünden nicht ein Unschuldiger sterben kann. Jeder Mensch ist nur für seine eigenen Sünden verantwortlich. Es ist nicht unsere Schuld dass Adam (Friede auf ihm) vom Baum gegessen hatte. Aber er hatte bereut und Allaah hatte ihm vergeben, denn Allaah ist allverzeihend.
Die Sünden der Menschen, ihr Bereuen und ihr Flehen um Vergebung bei Gott, zeigen die Eigenschaft Gottes vergebend und barmherzig zu sein. Zudem wird dadurch auch klar, welcher Mensch die Allmacht Gottes und seine eigene Schwäche und Abhängigkeit von Ihm zugibt und welche Person zu hochmütig ist dazu.
Die Sünden der Menschen schaden Allaah nicht. Und unsere guten Taten nutzen Allaah nicht. Er bedarf unser nicht.
Wer Gott alleine anbetet, sich Ihm ergibt und an alle Propheten (Friede auf ihnen allen), inklusive dem letzen Gesandten Gottes, Muhammad (Friede auf ihm) glaubt, der wird ins Paradies eintreten. Hat er mehr gute Taten als Sünden darf er ins Paradies. Hat er mehr üble Taten als gute Werke, muss er einige Zeit in der Hölle "absitzen". Dann darf er in den Garten Edens.
Die schlimmste Sünde, die es gibt, ist Schirk. Dies heisst dem allmächtigen Gott etwas bei zugesellen. Also etwas neben Ihm anzubeten. Anbetung ist nicht nur vor einer Götze niederzuknien. Anbetung heisst dienen. Also absoluter Gehorsam, absolutes Vertrauen, tiefe Hingabe usw. Wer z.B. seinen eigenen Gelüsten absolut gehorsam ist, in dem Ausmass, dass er ihnen ergeben ist, der hat seine Gelüste zu seinem Gott, daher zum Gegenstand seines Dienens, gemacht. Oder anders gesagt: er ist ein Diener seiner Gelüste. Oder wer einen Talisman hat und diesem vertraut, daher aufrichtig glaubt, dass dieses Ding ihm nutzen oder schaden kann - obwohl Allaah bereits bestimmt hat was uns zustossen wird an Gutem und Schlechtem - der hat diesen Talisman Allaah beigesellt und damit Schirk begangen. Dies ist eine riesige Ungerechtigkeit. Der Allmächtige, Er, Der uns alleine erschaffen hat. Der uns mit Nahrung versorgt, Der uns unseren Körper gegeben hat. Auf Seiner Erde gehen wir, von Seiner Luft atmen wir, durch Seine Gnade leben wir. Alles was wir haben ist von Ihm. Mit dem, von Ihm zur Verfügung gestellten Körper gehen wir arbeiten, verdienen Geld, kaufen uns Früchte, welche Er wachsen liess und welches die Menschen mit Der von Ihm gewährten Kraft verarbeiteten. Er hat uns Verstand und Intelligenz gegeben, die wir nutzen können wie wir wollen. Ist es da gerecht Ihn nicht anzubeten ? Ihm nicht zu danken ? Oder gar einem anderen zu danken ?
Und wie dankt man Allaah ? Das bestimmt Er ! Bei der Arbeit bestimmt auch der Chef was man machen muss, um Ende Monat den Lohn zu kriegen. Beispiel:
Eine Person arbeitet in einer Fabrik für Geländewagen. Die neue Serie soll silberfarben lackiert werden. Doch die Person findet diese Farbe langweilig. Gelbe Wagen würde doch sicherlich gut ankommen, denkt sie sich und lackiert kurzerhand alle gelb. Ob der Chef sich wohl über den Ideenreichtum des Mitarbeiters freuen wird ? Wohl kaum.
Natürlich können wir den allmächtigen Gott nicht mit einem einfachen Chef vergleichen. Aber das Prinzip ist ja wohl klar. Gott hat die Welt erschaffen. Es ist Seine Welt. Er bestimmt die Regeln. Deshalb können wir Ihn nicht nach unserer eigenen Fantasie "anbeten", sondern wir müssen Seiner Führung folgen und Ihn so anbeten, Ihm so danken, wie Er es von uns verlangt.
Allaah sagt im Quran (sinngemäss):
"Und ich habe die Djinn und die Menschen nur deshalb erschaffen, damit sie Mir dienen." (Sura 51:56)
Manche weigern sich aus Hochmut, Stolz, Egoismus, Faulheit, Sturheit oder aus anderen Gründen Allaah zu dienen. Wer als Kafir stirbt, brennt für alle Ewigkeit im Höllenfeuer. Möge Allaah uns bewahren. Ein Kafir ist jemand, der den allmächtigen Gott oder Seine Rechtleitung, Sein Gesetz verleugnet, verspottet, ablehnt usw.. Jemand, der sich weigert, dem allmächtigen Gott gehorsam zu sein, sich Ihm hinzugeben, Ihm so zu dienen, wie Er es wünscht.
Manche Menschen mögen sagen, dass dies zu streng sei. "Was ? Für die Ewigkeit in die Hölle ?" Doch hier zählt nicht der Massstab von uns Menschen. Hier zählt der Massstab des allmächtigen Gottes. Und Gott ist niemals ungerecht gegenüber Seinen Geschöpfen.
Würden die Menschen sich Gott hingeben und Ihm dienen, wie Er es von uns verlangt, dann würde Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt herrschen.Doch wer sich weigert sich Gott hinzugeben und stattdessen seinen Gelüsten, seinen persönlichen Vorlieben oder irgendwelchen Traditionen folgt, der hat in Wirklichkeit dem Satan gedient. Gott bewahre ! Und wer dem Satan dient und seiner Führung folgt - die Brutalität, Ungerechtigkeit, Krieg, Völkermord, Hass, Zerstörung, Elend und Verdammnis auf dieser Welt anrichtet, wo immer ihr gefolgt wird - der wird verdientermassen in die Hölle kommen, ausser er kehrt aufrichtig bereuend zu Allaah um, bevor er stirbt.
Ein anderer Beweis für diese Gerechtigkeit:
Ein Geschäftsinhaber stellt einen neuen Verkäufer ein. Er erklärt ihm, dass seine Aufgabe das Beraten und Bedienen der Kunden ist. Falls er mal keine Kunden habe im Geschäft könne er etwas aufräumen, die Ware wieder schön hinstellen und ein bisschen sauber machen. Doch nach drei Tagen kommt der Geschäftsinhaber ins Geschäft und findet niemanden an der Kasse. Wo ist der Verkäufer ? Empörte Kunden verlassen gerade wütend den Laden. Endlich findet er den Verkäufer. Er ist hinten im Lager und putzt die Fenster. Der Chef ist zornig. "Was soll das ? Wieso bedienen Sie die Kunden nicht ? Wieso ist niemand an der Kasse ? Das ist doch Ihre Aufgabe." Der Verkäufer will sich entschuldigen. "Naja. Ich hatte keine Zeit die Kunden zu bedienen, weil ich hier im Lager die Fenster geputzt habe. Und aufgeräumt hab ich auch und..." Ob der Verkäufer wohl seinen Lohn kriegen wird ? Im Gegenteil. Er kann froh sein, wenn er nicht verklagt wird, für das ruinieren des Geschäfts und das Brechen des Arbeitsvertrages.
Wir sind ebenfalls Angestellte. Wir sind Diener des allmächtigen Gottes. Der Sinn unseres Lebens ist Allaah zu dienen. Wenn wir diesen Zweck erfüllen, daher unseren Job machen, dann werden wir den Lohn kriegen. Wer sich weigert diesen Job zu machen, wird verdienterweise bestraft, weil er gegen seinen Herrn rebelliert hat.
Allaah verlangt nicht viel von uns. Wir müssen an Ihn glauben, Ihn nicht verleugnen. Ihm gehorchen, so gut wir können. Er verlangt nicht, dass wir perfekt sind. Wenn wir in die Sünden gefallen sind, steht die Tür zur Reue immer offen. Es gibt keine Vermittler. Wir dürfen und sollen Ihn direkt anrufen. Ihn anzubeten ist der einzige Zweck unseres Daseins !
Ist das so schwer ? Natürlich nicht ! Und dafür winkt uns noch die Möglichkeit ins Paradies zu gelangen. Ewige Glückseligkeit. Kein Stress, keine Krankheiten, keine Probleme, keine Steuern, kein Geschrei, keine Kopfschmerzen, keine Müdigkeit, keine Langeweile.
Wer nicht als Gottergebener (arabisch: Muslim) stirbt bzw. mit einer anderen Religion als dem Islam, wird für die Ewigkeit in die Hölle kommen.
Dies soll keine Beleidigung sein. Es geht hier nicht darum jemanden zu kränken. Aber man sollte sich einige Dinge bewusst machen:
1. Wie bewiesen wurde, gibt es Allaah.
2. Wie wir bewiesen haben, hat Allaah den Menschen Rechtleitung zukommen lassen. Diese ist selbstverständlich dazu da, dass man ihr Folge leistet.
3. Es wurde klar bewiesen, dass der Quran vom allmächtigen Gott stammt. Daher ist es nur vernünftig nach ihm zu leben.
4. Jeder wird sterben müssen. Wer weiss, vielleicht ist deine Zeit schon morgen abgelaufen. Und was dann ?
Das heisst: Die Botschaft ist klar: Wer sich Gott hingibt wird mit dem Paradies belohnt, wer sich weigert wird gerechterweise bestraft.
Selbst wenn man noch nicht 100 % überzeugt ist, sind die Beweise dafür, dass der Islam die Wahrheit ist erdrückend. Ist es bei einer so grossen Wahrscheinlichkeit wirklich vernünftig, dass man das Paradies aufs Spiel setzt und sich der Gefahr der Hölle aussetzt ? Es geht hier nicht um nebensächliche Dinge wie "Kaffee mit Milch" oder "Kaffee ohne Milch". Es geht um Ihre ZUKUNFT ! Ewige Glückseligkeit im Paradies oder ewige Bestraftung in der Hölle ! Wäre es nicht einfach schlauer sich Gott zu ergeben ? Was hat man zu verlieren ? Warum kein "Gottergebener" (arabisch "Muslim") sein ?
Wer den Islam gerne annehmen will braucht keine Formulare auszufüllen, keine Mutprobe zu bestehen, keinen Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Er muss einzig aufrichtig, mit ganzem Herzen das Glaubensbekenntnis (Schahada) aussprechen. Die Schahada lautet:
"Asch-hadu an la illaha ill Allaah. Wa asch-hadu anna Muhammada-Rassul-Allah".
Dies bedeutet:
"Ich bezeuge, dass keiner das Recht hat angebetet zu werden ausser Allaah. Und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allaahs ist."
Diese Worte sind der Schlüssel zum Paradies, wenn man sie von Herzen ausgesprochen hat, daran glaubt und danach handelt.
Mit diesen Worten schliesse ich ab: Ich bezeuge, dass keiner das Recht hat angebetet zu werden ausser Allaah. Und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allaahs ist.
Alles was an diesem Text gut ist kommt von Allaah. Und alles was daran falsch / schlecht ist, kommt von meiner eigenen Fehlbarkeit und dem verfluchten Satan.
Und Allaah weiss es am besten. Und Frieden und Segen seinen auf Seinem Gesandten.
Quellen:
Quranzitate meist aus: "Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim in deutscher Sprache", 23. Auflage, M.Rassoul, Islamische Bibliothek
Bibelzitate vorwiegend aus: "die Gute Nachricht, die Bibel in heutigem Deutsch", zweite Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
Woher ? Wohin ? Wozu ?
Woher stammen wir ? Wohin gehen wir ? Wozu sind wir hier ?
Die meisten Menschen stellen sich diese Fragen irgendwann in ihrem Leben. Die Antworten sind gar nicht so schwer zu finden. Und hier gibt es für jede Aussage sogar Beweise.
Kapitel 1: Der Beweis, dass es Gott gibt
1.1. Wir existieren:
Es ist eine Tatsache, die niemand bestreiten wird, dass wir existieren.
So ist die Frage, woher kommen wir ? Es gibt zwei Aussagen diesbezüglich:
1)Wir sind durch Zufall entstanden.
2) Wir sind erschaffen worden.
1.2. Sind wir durch Zufall entstanden ?
Im Lichte der modernen Wissenschaft, die beweist, wie kompliziert und exakt eine einzige menschliche Zelle ist, wirkt die Evolutionstheorie immer lächerlicher. Neue Forschungsergebnisse sagen, dass das entstehen einer einzigen menschlichen Zelle unmöglich ist. Von einem Menschen ganz zu schweigen. Deshalb wurde sie mittlerweile auch in zahlreichen Ländern aus dem Lehrplan genommen. Die Evolutionstheorie sagt, dass nicht nur der Mensch, sondern alle Geschöpfe, Pflanzen, Steine usw. durch Zufall entstanden seien. Es habe eine riesige Explosion gegeben bei welcher Stoffe herumgewirbelt worden seien, diese hätten sich neu zusammengefügt und die Welt sei entstanden. Bei dieser Explosion ist nicht nur eine Erde, sondern auch Berge, Meere, Seen usw. entstanden. Anscheinend durch Zufall auch Pflanzen und sogar Lebewesen ! Naja, eigentlich müssen wir hier nicht weitersprechen. Wer bereit ist die Gehirnwäsche, die wir Europäer in der Schule verpasst gekriegt hatten, abzustreifen und seinen Kopf und sein Herz von allen Vorurteilen und unlogischen Gewohnheitsgedanken zu befreien und ehrlich zu sich selber zu sein, wird bereits jetzt erkennen wie lächerlich das ganze ist. Woher kamen denn die Stoffe, die explodierten ? Kamen die aus dem Nichts ? Die Erde ist der einzige bisher bekannte Planet, der Leben ermöglicht. Sein Abstand zur Sonne ist perfekt. Wären die Erde bloss 10 Meter näher zur Sonne, würden wir verbrannt werden. Abgesehen davon: Wie ist denn die Sonne entstanden ? Auch Zufall ? Die Luft enthält 21 % Sauerstoff. Forscher sagen, wenn es 22 % wären, würde alles zu brennen beginnen. Beim leichtesten Funken würde Feuer ausbrechen und wäre kaum mehr zu löschen. Wäre der Sauerstoffanteil 20 % würden wir ersticken. War das auch Zufall ?
Die Theorie basiert auf dem mittelalterlichen Verständnis der Lebewesen. Fern von DNA-Analysen. Der Erfinder Charles Darwin hatte sein Leben lang nie etwas von Genen gehört. Zu seiner Zeit glaubte man, dass Fliegen beispielsweise aus altem Fleisch entstehen würden. Ohne hochentwickelte Mikroskope oder andere moderne Forschungsmöglichkeiten war es den Menschen damals nicht möglich zu verstehen, dass die Maden aus Eiern entstanden, die die Fliegen im alten Fleisch ablegten. Sie sahen bloss wie die Fliegen sich auf dem stinkenden Kadaver entwickelten. So glaubten sie, dass sich das alte Fleisch irgendwie wohl zu kleinen Fliegen geformt habe und plötzlich zu leben begonnen hätte. Ebenso dachte man, dass Kröten aus Schlamm entstehen würden, da man sie im Schlamm vorfand. Aber heutzutage ist wohl jedem klar, dass dies Unsinn ist.
Was ist der Unterschied zwischen der Leiche einer Person, die verblutet ist und einer Person die gesund ist und lebt ? Es gibt bloss zwei Unterschiede. Die eine Person hat zu wenig Blut zum Leben und die andere genug. Die eine Person ist tot und die andere lebt. Ansonsten ist bei der Leiche alles vorhanden. Sämtliche Organe, Körperteile usw. Aber selbst wenn man ihr das Blut nun in den Körper zurückpumpt wird sie nicht wieder leben. Denn ein intakter Körper bedeutet noch kein Leben. Wir können keinem Menschen Leben einhauchen. Dies kann nur der allmächtige Gott.
Aber die Evolutionstheorie geht noch weiter. Sie behauptet also, dass die Welt einfach so entstanden sei, mit Sauerstoff, Erdatmosphäre, Ozonschicht, Erdrotation. Mit Blumen, Bäumen, Büschen, Wind, perfektes Gleichgewicht im Wasser, auf dem Land, in der Luft. Zufällig seien dann Lebewesen entstanden im Wasser. Im genau gleichen Meer sind anscheinend durch Zufall im gleichen Zeitraum zwei genau gleiche Lebewesen entstanden. Beide haben sich selbstverständlich gefunden im grossen Meer, haben sich gepaart, fortgepflanzt. Später haben sie sich gedacht, es wäre doch besser grösser zu sein. Also haben sie sich vergrössert (bzw. zu grösseren Tieren entwickelt). Alles durch Zufall natürlich. Dann ging das Wasser zurück. Da beschlossen die Fische ans Land zu übersiedeln. Natürlich wussten sie, dass sie dort nur überleben können mit einer Lunge. Fische haben keine Lunge. Aber kein Problem. Durch Zufall gelang es ihnen eine Lunge, Niere und andere notwendige Organe zu entwickeln. So sind sie ans Land übersiedelt. Am Boden wurde es ihnen jedoch zu langweilig. Sie beschlossen sich Flügel wachsen zu lassen. Und so haben sich all diese Tiere entwickelt.
Die Giraffe sei beispielsweise durch die Antilope entstanden . Die Antilope konnte mit ihrem kurzen Hals die Blätter oben an den Bäumen nicht erreichen, deshalb liess sie ihren Hals immer länger werden.
Das absurdeste Märchen: Der Mensch würde vom Affen abstammen. Genetisch gesehen ist der Mensch dem Schwein deutlich näher als dem Affen. Heisst, dass jetzt das der Mensch vom Schwein abstammt ? Zudem hat der Affe im Dschungel eindeutig Vorteile gegenüber dem Menschen. Einige Vorteile des Affen gegenüber dem Menschen:
- Er hat einen Schwanz, mit welchem er das Gleichgewicht hält und sich sogar an Aesten festhalten kann.
- Er besitzt lange Reisszähne, mit welchen er Gegner ernsthaft verletzten kann.
- Sein Fell schützt vor Kälte, Hitze, Regen, Sonnenbrand, Dornen, Bissen usw.
- Er kann viel schneller klettern als der Mensch.
- Er kann stachelige Nahrung, wie z.B. Ananas sogar mit den Füssen halten.
Wieso hätte der Affe auf diese nützlichen Dinge verzichten sollen ?
Abgesehen von der Tatsache, dass wir gezeigt haben, dass eine korrekte Anordnung von Zellen noch lange kein lebendes Geschöpf ausmacht sind zahlreiche Fragen nicht zu beantworten:
- Warum sind einige Tiere im Wasser geblieben ? Wieso liessen sich nicht alle Tiere Flügel wachsen ?
- Wieso gibt es uralte Fossilienfunde, die zeigen, dass Mücken, Schnecken und andere Tier schon vor Millionen von Jahren existierten ?
- Wenn solche Entwicklungen früher möglich waren, müsste es heute immer noch möglich sein. Daher wäre es ganz einfach z.B. einen Hund mit einem langen Hals zu züchten. Man muss bloss das Futter so hoch stellen, dass er nicht ran kommt und etwas Geduld haben... (Bitte nicht ausprobieren. Sie könnten gewaltigen Aerger mit dem Tierschutz kriegen !)
- Wieso hat man keine einzige Zwischenform gefunden ? Davon müsste es tausende geben. Also z.B. einen Fisch mit Beinen, eine Langhals-Antilope usw. Darwin sagte selber, dass falls keine Zwischenformen gefunden würden, dies ein Beweis sei, dass seine Theorie falsch ist.
1.3. Widerlegung der Behauptungen Gott würde nicht existieren:
Die Einwände gegen die Existenz Gottes sind meist:
1. "Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube an eine höhere Macht."
2. "Wenn es Gott geben würde, würde es nicht soviel Elend auf der Welt geben."
3. "Ich kann Gott nicht sehen. Also gibt es ihn nicht."
Dies sind aber keine Beweise, wie wir gleich zeigen werden.
Zum ersten Einwand: "Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube an eine höhere Macht."
Lehnen Sie die Vorstellung Gott sei ein alter Mann, der auf einer Wolke sitzt, umgeben von Engeln mit Harfen, entschieden ab ? Glauben Sie an eine höhere Macht, die alles bestimmt, die alles weiss, die man nicht in Worte fassen kann, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt ? Eine Allmacht ? Super ! Dann glauben Sie an den allmächtigen Gott, an den auch die Muslime glauben. Der Allmächtige, der Allwissende, der Barmherzige, der Vergebende, Den weder Schlummer noch Schlaf überkommt, das ist Allaah. Auch arabischsprachige Christen nennen den allmächtigen Gott "Allaah".
In Sura (Kapitel) Nr. 112 im Quran wird Er folgendermassen beschrieben (sinngemäss):
"Sprich: 'Es ist Allaah. ein Einziger. Allaah, der Absolute (Ewige, Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden und Ihm ebenbürtig ist keiner."
Nun zum zweiten Einwand: "Wenn es Gott geben würde, würde es nicht soviel Elend auf der Welt geben."
Dies ist kein Beweis, dass es Gott nicht gibt. Es ist lediglich ein Beweis, dass Sie nicht Gott sind.
Die Weisheit Gottes ist unendlich. Nur weil wir den Sinn oder die Weisheit hinter einem Ereignis nicht verstehen, heisst dies nicht, dass es keine Weisheit gibt.
Wenn man beispielsweise einem Kind eine Spritze geben möchte, wird das Kind schreien. Es wird die Spritze nicht haben wollen, denn es versteht den Nutzen davon nicht. Es weiss nur, dass die Spritze Schmerzen bereiten wird und die will es auf jeden Fall verhindern. Die Eltern wollen nur das Beste fürs Kind und werden dafür sorgen, dass es die Spritze bekommt, auch wenn das Kind das nicht will. Denn die Eltern verstehen den Sinn davon.
Wenn Gott zulässt das Ungerechtigkeit geschieht auf dieser Welt, so geschieht dies aus einer Weisheit, die nur Er kennt. Dieses Leben ist nur ein Test. Jeder wird sterben. Die wahre Gerechtigkeit kommt im nächsten Leben. Im Quran, Sura (Kapitel) 99:7-8 sagt Allaah (sinngemäss):
"Wer auch nur eines Stäubchen Gewicht Gutes tut, der wird es dann sehen. Und wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Böses tut, der wird es dann sehen."
Der dritte Einwand: "Ich kann Gott nicht sehen. Also gibt es ihn nicht."
Da Gott selber kein Geschöpf ist, Der einen materiellen Körper hat, können wir Ihn natürlich mit unserem Sehvermögen nicht sehen. Aber es gibt zahlreiche Dinge, die wir mit unseren Augen nicht wahrnehmen können. Z.B. Magnetismus, Strom, Gefühle usw. Wir sehen jeweils das Ergebnis dieser Dinge, jedoch nicht die Sache selbst. So können wir Intelligenz nicht sehen, sondern nur das Gehirn und Ergebnisse des Denkens. Heisst das nun, dass wir keine Intelligenz besitzen ? Ebenso kann man Liebe nicht mit den Augen wahrnehmen, ausmessen oder ähnliches. Wie viel Kilo wiegt die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind ? Wie viele Meter breit ist diese Liebe ? Aber dennoch wird wohl niemand bestreiten, dass Liebe existiert.
1.4. Der Beweis dass es einen Schöpfer gibt, der uns und alles was existiert, erschaffen hat:
Wissen Sie was ein Handy ist ? Ja, genau. Dieses schnurlose Telefon. Modern, Farbdisplay, mit Kamera, Internet usw. Es besteht hauptsächlich aus Metallen, Plastik (wird aus Erdöl gewonnen) und Silikon (Silikat ist in Sand, Ton usw. zu finden). Hören Sie Sich nun diese Geschichte an. Herr Frank ging an einem schönen Montagmorgen in der Wüste spazieren. Da fand er ein brandneues Handy im Sand. Aber nicht, dass jemand es verloren hätte. Nein ! Es ist durch Zufall entstanden. Ein Vulkanausbruch hatte dazu geführt, dass Erdöl und verschiedene Metalle aus dem Boden geschossen sind und der Sand wirbelte durch die Luft. Durch die Hitze des Vulkans schmolzen diese Rohstoffe zusammen und kleine Teilchen entstanden. Die fügten sich dann durch den starken Wind zu einem fixfertigen, funktionstüchtigen, modernen Handy zusammen.
Glauben Sie die Geschichte ? Nicht ?
Was ist die Kamera eines Handys gegenüber dem menschlichen Auge, welches so perfekt funktioniert ? Was ist ein Handy gegenüber dieser Erde ? All diesen wunderschönen Tieren ? Das Handy kann nicht atmen. Es muss geladen werden. Es kann sich nicht selber Nahrung suchen, um Energie zu gewinnen. Es kann sich nicht fortbewegen. Es lebt nicht.
Wenn dieses Gerät nicht durch Zufall entstehen kann, wie kann dann jemand behaupten, dieses Universum sein durch Zufall ohne einen Schöpfer entstanden ?
Daher sind wir selber und die ganze Schöpfung um uns herum ein Beweis für die Existenz Gottes.
Kapitel 2: Die Botschaft Gottes
2.1. Die Rechtleitung Gottes
Wir haben also gezeigt, dass es keine Beweise gibt gegen die Existenz Gottes, jedoch ein ganzes Universum voller Beweise für Seine Existenz.
Die Frage die sich nun zwangsläufig stellt, wenn wir wissen, dass wir einen allmächtigen Gott haben, ist: Hat Gott uns ohne Rechtleitung gelassen ?
Wir sehen, dass der Mensch Leitung braucht. Hier nur zwei Beispiele:
1. Beispiel: Was geschieht, wenn man Kinder in die Schule schickt, aber dort keine Lehrperson ist ? Werden die Kinder sich hinsetzen und versuchen was zu lernen ? Nein, sie werden sich vergnügen, auf den Tischen rumhüpfen, Sachen rumschmeissen, kreischen, lachen usw. Ohne Führung und Regeln werden die Kinder nichts lernen und somit den Zweck des zur Schule Gehens nicht erfüllen.
2. Beispiel: Doch nicht nur die Kinder würden so handeln, auch die Erwachsenen. Was geschieht, wenn jemand eine Schuhfabrik eröffnet, fünfzig Mitarbeiter einstellt, sie am ersten Arbeitstag kommen lässt und sie dann einfach alleine lässt, ohne ihnen zu erklären wo was ist, was überhaupt hergestellt werden soll, wie das Endprodukt aussehen soll usw. ? Werden die Mitarbeiter ihre Arbeitskleidung anziehen, die Maschinen einschalten und zu arbeiten beginnen ? Natürlich nicht. Sie werden sich ähnlich verhalten wie die Kinder, herumsitzen, zusammen reden, ohne zu arbeiten. Sogar wenn manche Menschen so brav wären, dass sie versuchen würden zu arbeiten, würden sie es nicht schaffen genau das herzustellen, was die Firma eigentlich will. Denn woher sollen sie wissen, welches Produkt hergestellt werden sollte ? Und falls sie das richtig erraten würden, woher sollten sie wissen, ob es Wanderschuhe, Turnschuhe, Tanzschuhe, Babyschuhe oder Balletschuhe werden sollen ? Männer-, Frauen- oder Kinderschuhe ? Welche Farbe ? Wieviel ? Kurz gefasst: Sie können den Zweck ihrer Arbeit nicht erfüllen, selbst wenn sie intelligent sind, ohne eine genaue Führung und Anleitung.
Alles in unserem Leben ist strukturiert. Es gibt Arbeitsregeln, Hausordnung, Strassenverkehrsgesetz usw. Alles ist geregelt, von der Wiege bis zum Grab. Wo keine Ordnung herrscht, herrscht automatisch Unordnung und Chaos. Kein Fabrikbesitzer oder Schuldirektor wäre deshalb so dumm seine Leute ohne Führung zu lassen.
Wie kann daher jemand behaupten der allmächtige Gott hätte uns ohne Führung gelassen ? Ohne uns zu erklären was der Sinn unseres Lebens ist ? Nein ! Natürlich hat der allwissenden, barmherzige Gott uns eine Führung gegeben. Die Logik beweist dies. Zudem gibt es keinen Beweis für eine andere Behauptung.
2.2. Hat der Mensch Gottes Führung nötig ?
Es ist klar, dass der allmächtige Gott, Der uns und das gesamte Universum erschaffen hat, diese Welt am besten kennt. Niemand kennt die Naturgesetzte, das menschliche Wesen, die Tiere, die Pflanzenwelt usw. kurz gesagt, die gesamte Schöpfung, besser als Er. Er ist der Allwissende. Er kennt die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft und Er weiss sogar wie etwas wäre, wenn es anders wäre, als es ist.
Um über etwas wirklich gerecht und korrekt urteilen zu können braucht es mehrere Dinge:
1. Wissen. Daher muss der Richter genau die Umstände, Funktionen, Möglichkeiten und Grenzen der Angelegenheit kennen.
2. Unabhängigkeit. Der Richter darf nicht selber einen Nutzen oder Nachteil durch seinen Entscheid erhalten. Er muss unparteiisch und unabhängig sein.
3. Moral: Der Richter darf nicht unmoralisch, unehrlich, korrupt und verlogen sein.
Erfüllt der Mensch diese Bedingungen und kann er sich deshalb anmassen ein Gesetzgeber zu sein ? Absolut nicht !
Unser Wissen ist sehr beschränkt. Keiner von uns kennt die Zukunft. Wir sehen mit unseren Augen bloss einen winzig kleinen Teil des Universums. Wie wenig wissen wir Menschen über unseren eigenen Körper ? Wir Menschen können noch nicht einmal mit modernsten Hilfsmitteln den nächsten Planeten erreichen. Was wissen wir also über unsere Galaxie ? Und Forscher sagen, dass es viele Galaxien gibt im Weltall. Wer weiss was es nach diesen Galaxien noch alles gibt ? Wir sind nur unwichtige Flecklein in dieser Schöpfung.
Zweitens ist der Mensch nie ganz unabhängig. Jeder Mensch liebt seine Freunde mehr als seine Feinde. Das ist natürlich.
Und zuletzt: Welcher Mensch wird wohl von sich behaupten einen vollkommenen moralischen Charakter zu haben ? Niemand ist perfekt.
Würden Sie jemanden Ihr Auto reparieren lassen, der keinen blassen Schimmer von Autos hat ? Womöglich würde er einige wichtige Teile entfernen und behaupten die wären nicht wichtig, weil er deren Funktion nicht kennt. Oder würden Sie jemandem erlauben mit Ihrem Wagen eine Spritztour zu machen, obwohl die Person noch nie in einem Auto gesessen ist ? Die Person wird ziemlich sicher einen Unfall verursachen, wenn man sie fahren lässt. Niemals würden sie dies zulassen.
Aber wie kann nun der Mensch, der keine Ahnung von dieser Welt hat und so unvollkommen ist, die Kühnheit besitzen zu behaupten, er könne hier Gesetze erlassen und Verbote erstellen und die Welt führen ohne die Rechtleitung des allmächtigen Gottes ? Wir sind auf die Führung Allaahs angewiesen !
Wie herrlich ist es doch sich von so einem gerechten, unparteiischen und allwisssenden Herrscher leiten zu lassen. Wie vollkommen und wunderbar sind doch Seine Gesetze und wie sinnvoll Seine Verbote und Gebote.
Kein System auf dieser Welt kann ohne Moral funktionieren. Wo Menschen nicht durch die Religion im Zaum gehalten werden und dazu gezwungen werden Dinge zu machen, die ihrem Ego wiedersprechen bricht Chaos aus. Die Gier nach Macht, Geld und Ruhm gewinnt überhand. Dies sehen wir tagtäglich. Hochrechnungen ergaben, dass die Nahrung auf dieser Welt für eine doppelt so hohe Bevölkerungszahl reichen würde. Dennoch verhungern jeden Tag tausende. Die reichen Staaten sind nicht wircklich interessiert den Armen zu helfen. Der Westen hat sich einen ansehnlichen Reichtum gesichert durch die Armut der Dritten Welt. Ist das wircklich Entwicklung ?
Die einzige Möglichkeit Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt zu erreichen, besteht darin sich Gottes Rechtleitung zu ergeben. Je stärker sich die Menschen bewusst sind, dass sie vom allmächtigen Gott beobachtet werden, Der sie immer und überall sieht und Der die Macht hat sie zu bestrafen, desto mehr werden sich Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit verbreiten. Je stärker die Liebe zu Gott wird und das Verlangen Sein Wohlgefallen zu erlangen, desto mehr wird Egoismus der Nächstenliebe weichen.
Oder haben Sie etwa eine andere Lösung ? Jeder, der ehrlich zu sich selbst ist, wird erkennen, dass es keine Alternative dazu gibt.
2.3. Gesandte Gottes
Wir haben also bewiesen, dass Gott uns nicht alleine lässt, sondern uns eine Führung gibt und dass wir Menschen diese Führung benötigen.
Der einzelne Mensch mag sich sehr wichtig vorkommen. Doch er ist im Universum nur ein kleiner Fleck. Somit ist klar, dass Gott nicht jedem einzelnen Menschen alles erklären wird. Die effektivste Art allen Menschen Rechtleitung zu kommen zu lassen ist es ihnen ein Vorbild zu schicken. Es muss jemand sein, der wie sie ist. Jemand der die gleichen Gefühle hat, der die gleichen Bedürfnisse hat.
Engel kommen dazu nicht in Frage. Einerseits sind sie für den Menschen normalerweise unsichtbar. Wie können wir jemanden nachahmen, den wir nicht sehen ? Anderseits haben Engel kein Bedürfnis nach Essen, Trinken, Schlaf usw.
Drittens: Engel gehorchen von Natur aus ihrem Schöpfer. Sie begehen keine Sünden.
Daher muss das Vorbild ein Mensch sein. Zu diesem Zweck hat der allmächtige Gott Propheten und Gesandte auserwählt. Diesen hat Er Rechtleitung, Offenbarung und Weisheit gegeben, um damit den Menschen die Gesetze Gottes zu erklären. Dies ist der Beweis für das Prophetentum.
Allaah sandte zahlreiche Propheten in die Welt. Einige davon kennen wir mit Namen, wie zum Beispiel Nuh (Noah), Ibrahim (Abraham), Dawud (David), Musa (Moses), 'Isa (Jesus) und Muhammad - Allaahs Segen und Frieden auf ihnen allen. Wieviele Propheten es insgesamt gegeben hat, wissen wir nicht.
Die Botschaft der Gesandten war immer die gleiche: "Dient dem einen Gott und betet niemanden ausser Ihm an." Natürlich auch die moralischen Grundsätze, wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit usw. Es konnte jedoch in Einzelheiten kleine Unterschiede geben. Z.B. war allen Gemeinden vorgeschrieben zu fasten. Doch die Anzahl der Tage und die genaue Art des Fastens konnte unterschiedlich sein. Damit prüfte Allaah die Menschen, um zu sehen, wer sich der Gesetzesänderung fügt und wer stur an den Riten seiner Vorväter festhält.
2.4 Heilige Schriften
Doch was ist mit den Menschen, die nicht die Möglichkeit haben die Propheten und Gesandten (Friede auf ihnen allen) persönlich zu treffen ? Dazu hat Allaah heilige Schriften offenbart. Darin ist erklärt wieso wir leben, was Allaah von uns will, was wir dürfen und was uns verboten ist. Somit hat eigentlich jeder Mensch die Chance sich über die Botschaft Gottes zu informieren. Doch Allaah zwingt den Menschen Seine Botschaft nicht auf. Jeder kann selber entscheiden, ob er danach leben will oder nicht. Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich und er wird sich eines Tages dafür verantworten müssen.
Kleine Anmerkung: Wer aus einem Grund nicht die Möglichkeit hat von der Botschaft zu erfahren, weil er beispielsweise irgendwo im Dschungel lebt und nie was von Religion gehört hatte oder weil er geistig behindert ist und die Botschaft nicht begreifen kann, bekommt am Jüngsten Tag seine Chance.
Es wurden mehreren Gesandten Schriften offenbart. Von einigen wissen wir, von anderen nicht. Die bekanntesten heiligen Schriften, die der allmächtige Gott offenbart hatte sind die Thora, das Evangelium und der Quran. Die Verantwortung über die Erhaltung und Bewahrung dieser Schriften (ausser über den Quran) hat Allaah den Menschen übergeben. Dies war ein Test. Doch die Menschen haben den Test nicht bestanden. Sie sind der Versuchung erlegen und haben im Laufe der Zeit Teile der Schrift gefälscht. Jedes Mal wenn die Verfälschung der Schriften und der Religion ein solches Ausmass erreicht hatte, das kaum noch was von der ursprünglichen Botschaft übriggeblieben ist, sandte Allaah einen neuen Propheten und oft auch eine neue heilige Schrift.
Die Christen sagen, dass die letzte Offenbarung Gottes die Bibel sei. Doch heute bestreitet kaum ein christlicher Gelehrter, dass die Bibel verfälscht worden ist. Von den meisten Büchern der Bibel weiss man nicht einmal wer sie geschrieben hat. Vieles wurde erwiesenermassen hinzugefügt und kam in den älteren Manuskripten nicht vor. Es gibt tausende von Widersprüchen. Die Katholiken haben eine Bibel die sieben Bücher mehr hat, als die der Protestanten. Es gibt zahlreiche Versionen der Bibel mit zum Teil grossen Unterschieden. Wie kann man da wissen, was noch echt ist und was nicht ? Wo ist also die unverfälschte Botschaft des allmächtigen Gottes, die uns die so dringend benötigte Rechtleitung bringt ?
2.5. Der Quran
Natürlich hat uns Allaah nicht im Stich gelassen. Einige Jahrhunderte nach dem Tod von Jesus (Friede auf ihm) hat Gott den letzten Propheten geschickt und die letzte Offenbarung. Den Propheten Muhammad (Allaahs Friede auf ihm) mit dem Quran.
Der Quran ist das Wort Gottes. Hier sind einige Beweise dafür:
1. Der Quran ist immer noch in der Sprache vorhanden, in welcher er offenbart worden ist. Ueberall auf der Welt lesen Muslime die gleichen Worte vor. Es gibt nur eine Version. Egal ob chinesicher, arabischer oder türkischer Muslim, der Quran ist immer der gleiche.
2. Der Quran ist seit 1400 unverfälscht. Allaah hat es übernommen dieses Buch vor Verfälschung zu bewahren. Sogar Islamgegner und Nicht-Muslime geben zu, dass der Quran unverfälscht ist. Denn:
a) Während der Lebzeit des Gesandten Allaahs (Friede auf ihm) hatten tausende Menschen den gesamten Quran auswendig gelernt. Noch heute können übrigens viele Muslime den gesamten Quran auswendig. Somit wurde der Quran in den Köpfen der Menschen bewahrt.
b) Kurz nach dem Tod des Propheten Muhammads (Friede und Segen auf ihm) wurden mehrere Abschriften des Qurans gemacht und in verschiedene Orte der Welt verschickt. Zwei dieser Manuskripte sind heute noch vorhanden und können im Museum besichtigt werden. Dort kann man sich davon überzeugen, dass diese Quranmanuskripte Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe mit dem heutigen Quran übereinstimmen.
3. Das sprachliche Wunder: Die Araber in der Zeit des Propheten Muhammads (Friede auf ihm) waren Meister in der Poesie. Der Quran ist 600 Seiten lang, erklärt Geschehnisse aus der Vergangenheit kurz und präzise, enthält wissenschaftliche Tatsachen und vieles mehr und dies alles reimt sich ! Unsere Gesetzbücher sind so mühsam formuliert, dass meist nur die Jura-Studierten sie verstehen, wenn sie sich nun auch reimen sollten ? Unmöglich. Der Quran fordert die Araber heraus auch nur ein Kapitel zu verfassen, welches dem Quran ebenbürtig ist. Die Poesiekünstler dieser Zeit haben jedoch die sprachliche Ueberlegenheit erkannt und haben diese Herausforderung nicht angenommen.
4. Wissenschaftliche Wunder: Der Quran erklärt zahlreiche wissenschaftliche Tatsachen, die vor 1400 Jahren vollkommen unbekannt waren. Hier werden nur einige wenige genannt:
a) Der Quran sagt uns dass alle Gestirne eine Umlaufbahn haben. Diese Information kam 700 Jahre bevor die Europäer herausfanden, das die Erde nicht flach ist !
b) Die Sonne hat ein eigenes Licht, der Mond nur reflektiertes Licht. Dies steht auch im Quran.
c) Aus was bestehen alle Lebewesen ? "Wir schufen aus Wasser jedes lebende Wesen. Wollen sie denn nicht glauben ?" (Quran, 21:30, sinngemäss)
d) An manchen Stellen der Erde treffen Süss- und Salzwasser aufeinander. Wussten Sie das es eine unsichtbare "Scheidewand" gibt, die das Vermischen von Süss- und Salzwasser verhindert ? Wenn Sie dies nicht gewusst haben, könne Sie Sich trösten. Die Wissenschaft hat dies auch erst vor kurzem herausgefunden. Der Quran sagt darüber (sinngemäss):"Er hat den beiden Gewässern, die einander begegnen freien Lauf gelassen. Zwischen ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht ineinander übergreifen." (Sura 55:19-20)
e) Ebenfalls erst kürzlich entdeckt und im Quran schon lange erwähnt: Es gibt interne Wellen im Meer. Da das Wasser in den oberen Schichten des Meeres andere Eigenschaften hat, als das tiefgelegene Wasser, entstehen Wellen im Innern des Meers.
f) Erst im 16. Jahrhundert entdeckten Forscher den männlichen Samen. Darauf entstand die Vorstellung, dass im Sperma ein Miniaturmensch sei, der bereits sämtliche vollkommene Körperteile besässe und in den Bauch der Mutter katapultiert würde, wo er einfach grösser wird, bis zur Geburt. Im 18. Jahrhundert wird dann endlich auch die weibliche Eizelle gefunden. Der Quran erklärte jedoch schon viel früher die Entstehung des Menschen. Er spricht sogar über die einzelnen Entwicklungsstadien des Embryos. Die Angaben sind so einfach erklärt und so präzise, dass die moderne Forschung sich entschlossen hat diese Einteilung zu verwenden. Der Quran sagt, dass der Mensch erst ein "Alaq" ist. Das hat mehrere Bedeutungen im Arabischen. Einerseits "Blutklumpen". In diesem Stadium ist der Samen mit der Eizelle verschmolzen und ist nun eine Art Blutklumpen. Die zweite Bedeutung lautet „etwas, das sich anklammert“ und beschreibt sehr gut die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter. Weitere Bedeutung "Blutegel", zu diesem Zeitpunkt sieht es nicht nur aus wie ein Blutegel, sondern es verhält sich auch so, da es sich an die Gebärmutter geheftet hat und nun das Blut saugt. Etwas später bildet sich das Rückengrad. Durch die gekrümmte Haltung ähnelt der Embryo nun einem Stück Lehm mit einem Zahnabdruck. Kein Wunder vergleicht der Quran es bildlich in diesem Stadium mit "Etwas, auf dem herumgekaut wurde". Lange haben Forscher auch gedacht, dass sich zuerst das Fleisch bildet, dann die Knochen. Erst vor kurzem wurde dies wiederlegt. Doch der Quran ist der Forschung überlegen und erklärt, ".. dann von diesem (fötalen) Klumpen Knochen und bekleideten die Knochen mit Fleisch".
Dies sind nur einige Beispiele. Nun fragt man sich: Woher wusste der Prophet Muhammad (Friede auf ihm) diese Dinge ? Er war Analphabet gewesen. Kein reicher Forscher sondern ein Waisenkind. Hat er das alles erraten ? Ohne sich einmal zu irren ? Es gibt nichts im Quran, was der modernen Forschung wiedersprechen würde. Wie kann man so viele Tatsachen erraten oder erfinden ? Dies ist unmöglich. Wenn man die Angelegenheit unvoreingenommen betrachtet, muss man zugeben, dass es nur eine Antwort gibt. Viele moderne Wissenschaftler, wie der berühmte amerikanische Embryologe K. Moor, haben offen zugegeben: Dieses Wissen kann nur von Gott stammen ! Der Quran ist das Wort Gottes.
2.6. Muhammad (Friede und Segen auf ihm)
Da wir jetzt wissen, dass der Quran von Gott stammt und unverfälscht ist, ist auch klar, dass Muhammad (Friede auf ihm) der letzte Gesandte Gottes ist.
Allaah sagt im Quran (33:40, sinngemäss): "Muhammad ist nicht der Vater einer eurer Männer, sondern der Gesandte Allaahs und der letzte aller Propheten, und Allaah besitzt die volle Kenntnis aller Dinge."
Weitere Beweise finden sich in seiner Biographie.
1. Er hat nie nach Macht oder Reichtum gestrebt.
2. Vor dem Islam war er aufgrund seiner Ehrlichkeit hochgeachtet bei den Menschen. Man nannte ihn sogar "Al-Amin", den Vertrauenswürdigen. Er lebte auch ein angenehmes Leben. War weder arm noch besonders reich. Doch mit der Verkündung des Islams musste er viel Leid ertragen. Sein Stamm wollte die Verbreitung des Islams mit allen Mitteln verhindern, da sie um ihre Einnahmen mit dem Götzenkultgeschäft fürchteten und unbedingt an den Kulten ihrer Vorväter festhalten wollten. Somit wurde Muhammad (Friede auf ihm) verleumdet, verspottet, mit Müll beworfen und angespuckt. Man nannte ihn einen Verrückten, einen Irren, Magier, Wahrsager, Poet usw. Doch dies konnte ihn nicht daran hindern den Islam zu predigen. Auch Drohungen und sogar Mordanschläge nicht. Nachdem sein Volk jahrelang versucht hatte, ihn von der Mission abzubringen, versuchten sie ihn zu bestechen. Ihm wurde gesagt, dass falls es ihm um Geld gehe, würden sie Geld für ihn sammeln, bis er der Reichste wäre unter ihnen. Falls er Macht wolle, würden sie ihn zu ihrem Herrscher erklären usw. Doch er lehnte ohne zu zögern ab. Nach 13 Jahren Terror, Erniedrigung und Beleidigung, gab ihm Allaah die Anweisung nach Medinah überzusiedeln. Dort wurde er zum Staatschef. Doch er lebte weiterhin ganz bescheiden. Er lebte in einer kleinen Lehmhüttte, flickte seine Schuhe selber, half bei der Hausarbeit und vieles mehr.
3. Manche Menschen haben behauptet er hätte den Quran erfunden und von der Bibel abgeschrieben. Doch erstens gab es damals keine arabische Bibel. Zweitens konnte er weder lesen noch scheiben. Drittens kann diese Behauptung im Lichte der wissenschaftlichen Wunder im Quran nicht überleben. Viertens: Warum hätte er dies machen sollen ? Um die Christen und Juden auf seine Seite zu ziehen ? Erstens strebte er erwiesenermassen nicht nach Macht und zweitens wurden n der schwierigen Phase in Makkah Verse offenbart, der genau das Gegenteil bewirkt:
Sura Maria, 19:30 (sinngemäss): "Er (Jesus) sagte: 'Ich bin ein Diener Allaahs. Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht."
Die Juden werden dazu sagen: "Wie. Prophet ? Jesus war gar kein Prophet."
Und drei Verse weiter sagt der Quran (19:33--35, sinngemäss): "Und Friede war über mir an dem Tag, als ich geboren wurde, und (Friede wird über mir sein) an dem Tag, wenn ich sterben werde und an dem Tag, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde.' Dies ist Jesus, Sohn der Maria - (dies ist) eine Aussage der Wahrheit über die sie uneins sind. Es geziemt Allaah nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei Er ! Wen Er etwas beschliesst, so spricht Er nur: 'Sei !' und es ist." Hier wird der christlichen Vorstellung Jesus sei Sohn Gottes widersprochen.
Kapitel 3: Das Leben nach dem Tod:
3.1. Gibt es ein Leben nach dem Tod:
Manche Menschen sagen: "Wir haben keine Beweise, dafür dass es einen Tag der Abrechnung und ein Leben nach dem Tod gibt, denn es kam ja noch nie jemanden von den Toten zurück um uns darüber zu informieren."
Erstens ist diese Aussage (das es keine Beweise gibt) nicht ganz richtig und zweitens gilt dies auch umgekehrt. Wir haben keine Beweise, dass kein Leben nach dem Tod gibt !
Erster Beweis:
Wir haben bewiesen das Gott existiert. Ist Gott gerecht ? Jeder Mensch wird dies instinktiv bejahen. Aber auf dieser Welt gibt es offensichtlich keine Gerechtigkeit. Wenn Gott also gerecht ist und es auf dieser Welt keine Gerechtigkeit gibt, bedeutet dies, dass die Gerechtigkeit noch kommt !
In diesem Leben kann beispielsweise eine gläubige Person ihr ganzes Leben und Vermögen aufopfern, um tausenden von armen Menschen für das Wohlgefallen Gottes zu helfen. Wie kann diese Person genügend belohnt werden ? Anderseits kann man einen Massenmörder hier nur einmal töten, egal wie viele Menschen er umgebracht hatte. Wie kann man eine solch grausame Person, die ihr ganzes Leben lang kleine Kinder und unschuldige Menschen gequält hat ausreichend bestrafen ?
Dies ist der Beweis dafür, dass es einen Jüngsten Tag geben wird und somit ein Leben nach dem Tod.
Einen Tag, an welchem jeder Mensch gerichtet wird. An diesem Tag gibt es keine Bestechungsgelder, kein Lügen, keine falschen Zeugenaussagen. Pure Gerechtigkeit herrscht an diesem Tag. Allaah betont dies an zahlreichen Stellen des Qurans. Beispielsweise sagt Er in Sura (Kapitel) 41:46 (sinngemäss):
"Und dein Herr ist niemals ungerecht gegen die Menschen."
Und in Sura 18:30 (sinngemäss):
"Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun - gewiß, Wir lassen den Lohn derer nicht verlorengehen, die die besten Taten begehen."
Und in der gleichen Sura, Vers 49 (sinngemäss):
"Und das Buch wird hingelegt. Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: „O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es läßt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen.“ Sie finden (alles), was sie taten, gegenwärtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht."
Dieses Leben ist bloss ein Test. Es ist ähnlich wie mit der Telefonrechnung. Man bekommt einen Vertrag, man wird über die Tarife informiert. Nun kann jeder selber entscheiden wieviel er telefoniert. Aber am Ende des Monats kommt die Rechnung. Es wird nicht helfen sich über die hohe Rechnung zu beschweren, mit der Ausrede, man habe die Liste mit den Tarifen nicht durchgelesen, weil man keine Zeit hatte, und daher nicht gewusst habe wie teuer es ist stundenlang ins Ausland zu telefonieren. Selber schuld ! Ebenso kann am Jüngsten Tag niemand mit der Ausrede kommen, er hätte keine Zeit gehabt sich Gedanken über Gott zu machen, sich über die Gebote Gottes zu infomieren und Gott zu dienen.
Der Sinn des Lebens ist es Gott zu dienen. Dies ist der Grund weshalb wir auf dieser Welt sind. Wie kannst du also keine Zeit dafür haben ? Das ist wie jemand, der eingestellt wird als Verkäufer und er verkauft nichts, ist nicht einmal an der Kasse. Wenn der Vorgesetzte ihn darauf anspricht, sagt er, er habe keine Zeit gehabt zu arbeiten während der Arbeitszeit. Er sei damit beschäftigt gewesen, das Leben zu geniessen, die Wohnung zu reinigen, seine Mutter zu besuchen usw. ! Wie bitte ?!
Zweiter Beweis:
Der Quran. Wie wir oben bewiesen haben, kann der Quran von keinem anderen als vom allmächtigen Gott stammen. Im Quran sagt uns Allaah, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Dies ist also der deutlichste Beweis. Z.B. Quran, Sura 64:7 (sinngemäss):
"Die da ungläubig sind, wähnen, sie würden nicht auferweckt werden. Sprich: 'Doch, bei meinem Herrn, ihr werdet gewißlich auferweckt werden; dann wird euch gewißlich verkündet werden, was ihr getan. Und das ist Allah ein leichtes.'"
3.2. Wiedergeburt ?
An dieser Stelle sei auch kurz die Idee der Reinkarnation bzw. Wiedergeburt erwähnt. Diese Vorstellung ist mit dem Judentum, dem Christentum und dem Islam vollkommen unvereinbar. Er besagt, dass der Mensch zahlreiche Leben hätte, daher wenn der Mensch sterben würde, würde er in einem anderen Körper wiedergeboren.
Hier muss man sich fragen: Die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. Dies ist ein Beweis gegen die Wiedergeburt. Denn wenn der Mensch sterben würde und dann in einem anderen Körper geboren wird, wäre ja die Anzahl Seelen immer gleich gross ! Es gäbe daher immer gleich viele Menschen auf Erden.
Der Glaube der Reinkarnation sagt, dass wenn der Mensch gute Taten gemacht hat wird er in eine Familie mit hohem sozialem Status wiedergeboren. Falls er ein schlechter Mensch war, wird als eine Person wiedergeboren, die einen tiefen Status in der Gesellschaft hat. Somit entsteht eine Vorstellung, dass manche Menschen besser seien als andere. Es entsteht ein Kastendenken mit "hohen" Menschen und "niedrigen" Menschen. Dies führt dazu das reiche Leute auf arme, behinderte oder sonstwie sozialbenachteiligte Menschen hinabblicken und sie verachten. Ferner ist es eine Tatsache, dass jährlich tausende von Menschen mit solchem Glauben Selbstmord begehen, in der Hoffnung in einer besseren Situation wiedergeboren zu werden.
Zuletzt würde dies bedeuten, dass die einzige Strafe für einen Massenmörder, wie beispielsweise Adolf Hitler, ein weiteres Leben wäre. Vielleicht ein Leben als armer oder behindertet Mensch. Doch Armut und Behinderung bedeutet nicht automatisch Unzufriedenheit. Im Gegenteil beweisen die astronomischen Selbstmordraten in den reichen Industriestaaten, dass Reichtum und Gesundheit oft zum Gegenteil von Zufriedenheit und Glück führt. Wo bleibt da die Bestrafung ? Wo bleibt die Gerechtigkeit ?
Gibt es irgendwelche Beweise für die Reinkarnation ?
Manche Menschen bringen Rückführungen als Beweis für die Wiedergeburt an. In Rückführungen werden Menschen in einen Hypnosezustand versetzt und kriegen Halluzinationen. Dabei kann es sein, dass sie Landschaften, Häuser usw. sehen, wo sie angeblich in einem vorderen Leben gelebt hätten und diese Eindrücke später sogar detailliert beschreiben. Es kann durchaus sein, dass man feststellt, dass es tatsächlich mal ein Haus nach der Beschreibung dieser Person gegeben hat, an dem Ort, den sie nennt. Doch diese Vorstellungen kommen nicht aus einem früheren Leben. Es gibt Geisterwesen. Diese sind für die Menschen normalerweise nicht sichtbar. Sie leben länger als wir und kennen daher gewisse Orte aus der Vergangenheit. Somit können sie unter gewissen Umständen ins Unterbewusstsein der Menschen eindringen und ihm Gedanken, Einbildungen und Halluzinationen eingeben. Auf diese Weise entstehen solche Einbildungen. Diese sind absolut kein Beweis für mehrere Leben.
3.3. Was erwartet den Menschen im Jenseits ?
Was erwartet daher die Menschen im Jenseits ?
Im Jenseits gibt es absolute Gerechtigkeit. Eine Waage wird aufgestellt und die Taten der Menschen werden gewogen. Nicht das Allaah dies nötig hätte. Nein. Wir Menschen haben somit keine Ausrede und können nicht behaupten, wir würden ungerecht behandelt.
Das Diesseits ist nicht gut genug als Belohnung für die Rechtschaffenen und nicht schlecht genug als Bestrafung für die Verbrecher.
Wer mehr gute Taten hat, als Sünden darf durch Allaahs Gnade ins Paradies eintreten. Dort findet er ewige Glückseligkeit. Kein Stress, keine Krankheiten, keine Probleme, keine Steuern, kein Geschrei, keine Kopfschmerzen, keine Müdigkeit, keine Langeweile. Ruhe und Genuss für immer. Das Paradies wird ausgiebig beschrieben im Quran. Doch es ist über unserer Vorstellungskraft. Hier wird nur ein einziger Ausschnitt genommen:
Die Gärten von Eden, in die sie eintreten sollen wie auch die Rechtschaffenden von ihren Vorvätern, ihren Frauen und ihrer Nachkommenschaft. Und die Engel sollen zu ihnen durch sämtliche Tore eintreten (und sprechen:) "Frieden sei mit euch, weil ihr in Geduld standhaft geblieben seid!" Und herrlich ist die Belohnung mit der (jenseitigen) Wohnung. (Sure ar-Ra'd: 23-24, sinngemäss)
Wer jedoch mehr schlechte Taten und Verbrechen in seiner Waagschale hat, als gute Taten, der wird durch die Gerechtigkeit Allaahs bestraft.
Kapitel 4: Wie komme ich also ins Paradies ?
4.1. Durch den Glauben an die Trinität ins Paradies ?
Eigentlich nimmt jede Religion in Anspruch der wahre Weg zu Gott zu sein bzw. zur Erlösung. Wir haben weiter oben ausführlich bewiesen, dass der Quran nur von Allaah stammen kann und dass bis zu unserer Zeit unverfälscht geblieben ist. Wir werden aber dennoch einen kurzen Blick auf die christliche Vorstellung der Erlösung werfen.
Das Christentum, welches wir heute kennen, sagt, dass man erstes an die Trinität glauben müsse. Laut der Trinität (Dreifaltigkeit) besteht Gott aus drei Personen. Er ist aber dennoch nur ein Gott. Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der heilige Geist. Jeder von ihnen allmächtig, allwissend, ewig usw. Alle drei zusammen ergeben Gott. Das heisst 1 + 1 + 1 = 1 !
Um gemäss christlicher Auffassung das ewige Paradies zu erreichen und der qualvollen Strafe in der Hölle zu entgehen, muss man aber auch an den Opfertod glauben. Denn gemäss diesem Glauben ist jeder Mensch bereits als kleines Baby ein Sünder, da er die Sünde, die Adam und Eva gemacht hatten, geerbt hat. Das heisst, dass Gott in der Person Jesus (Friede auf ihm) auf die Erde gekommen ist, sich anspucken liess, verleumden liess, fangen liess, dann ans Kreuz nageln liess um für die Sünden der Menschen zu sterben !
Daher kommt gemäss dieser Theorie jeder ins ewige Paradies, der daran glaubt, dass Gott für seine Sünden gestorben ist. Egal ob er ein frommer Mensch war oder ein Massenmörder, wie Adolf Hitler war. Wenn er dies anerkennt ist ihm das Paradies garantiert. Hingegen kommt jeder, der nicht glaubt, dass der allmächtige Gott sich von den Menschen töten liess für alle Ewigkeit ins Höllenfeuer. Egal wie oft er gebetet hat, wie viel er den Armen geholfen hat, wie oft er in der Kirche war, er wird für immer in der Hölle sein. Bis vor kurzem glaubte man im Vatikan auch noch an die "Vorhölle". Dies sei eine Hölle in die alle Kleinkinder kommen würden, die ohne Taufe gestorben sind. Denn da sie nicht getauft worden sind, haben sie den Opfertod Jesus nicht anerkannt und daher kommen sie eben in die Hölle. Vor wenigen Jahren hat der Vatikan jedoch die Vorhölle "abgeschaffen".
4.2. Was ist dran an der Dreifaltigkeitstheorie ?
Das die Dreifaltigkeit und die Opfertodtheorie waren erwiesenermassen nicht im Glauben der Urchristen vorhanden. Sie wurde erst im Jahre 550 nach Christus eingeführt und dann zum offiziellen christlichen Glauben ernannt. Das Bekenntnis lautet:
"Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermengung der Personen und ohne Trennung der Weisheit.
Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, eine andere dies des Heiligen Geistes.
Aber Vater und Sohn und Heiliger Geist haben nur eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleiche ewige Majestät. (...)
Wer daher selig werden will, muss dies von der heiligsten Dreifaltigkeit glauben."
Sie wiedersprechen auch zutiefst dem gesunden Menschenverstand. Wer mit offenem Herz und ohne Vorurteile auf die Angelegenheit blickt wird dies schnell erkennen.
Wenn etwas aus verschiedenen Teilen besteht und ein Teil davon entfällt, dann besteht das Ding, welches aus diesen Teilen bestand nicht mehr, da ja nicht mehr alle Teile vorhanden sind. Z.B. ein Ehepaar besteht aus Frau und Mann. Wenn nun der Ehemann stirbt, dann gibt es kein Ehepaar mehr, sondern einen Toten und eine Witwe. Oder nehmen wir das Beispiel mit dem Ei. Ein Ei besteht aus drei Teilen. Eierschale, Eidotter und Eiweiss. Wenn ich jetzt nur die Schale und das Eiweiss habe, kann ich nicht von einem "Ei" sprechen. Wenn man einen christlichen Gelehrten fragt, ob Gott aus dem heiligen Geist und Jesus bestehe, wird er verneinen und sagen, dass Gott aus drei Personen besteht. Wenn man dann fragt: "Und Gott und der heilige Geist ? Sind die zusammen Gott ?", wird er ebenfalls erklären, dass alle drei Personen nötig sind, um "Gott" zu erhalten.
Ist Gott ewig lebend? Natürlich ! Das heisst aber, dass wenn Gott aus diesen drei Personen bestehen würde, daher Jesus Gott wäre und Jesus (Friede auf ihm) am Kreuz gestorben wäre, dann wäre logischerweise auch Gott gestorben. Kann Gott sterben ? Gepriesen sei der Allmächtige Gott ! Natürlich nicht ! Wie kann der Ewig lebende sterben ? Gepriesen sei der Allmächtige Gott !
Einen anderen Beweis für den Irrtum dieser Theorie finden wir in der Bibel selbst. Frage: Ist Gott allwissend ? Ja ! Lügt Jesus (Friede auf ihm) ? Nein ! Gut. Nun. In Markus 12:32 sagt Jesus, dass er nicht weiss wann der Jüngste Tag ist:
"Aber den Tag oder die Stunde, wann das geschehen soll, kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel - nicht einmal der Sohn. Nur der Vater kennt sie."
Wir haben gesagt, dass Gott alles weiss und dass Jesus nicht lügt. Aber wenn Jesus (Friede auf ihm) Gott wäre, wie kann es sein, dass Gott nicht weiss, wann der Jüngste Tag ist ? Und was ist mit dem Heiligen Geist ? Wenn nur der Vater den Zeitpunkt der Stunde kennt, heisst dies dass der Heilige Geist auch keine Ahnung davon hat. Wieso weiss der auch nicht wann der Jüngste Tag ist ? Ein Drittel von Gott weiss wann der Jüngste Tag ist und zwei Drittel wissen es nicht ? Aber Gott ist allwissend ?! Das wäre als würde man sagen: "Das Auto ist vollkommen unbeschädigt. Vorne ist es unbeschädigt, in der Mitte hat es Rost und hinten Totalschaden. Wie kann Gott gleichzeitig allwissend und unwissend sein ?
4.3. Die Bibel widerspricht der Trinität:
Hier folgen noch weitere Beweise, dass die Bibel der Trinität widerspricht. Natürlich nicht alle, das würde den Rahmen dieses Textes sprengen. Zudem reichen die beiden Beweise oben für einen Menschen mit einem offenen Herz vollkommen aus.
1. Haben die Menschen Jesus gesehen ? Natürlich. Aber in Timotheus 6:16 steht folgendes:
"Wann das geschieht, das bestimmt Gott, der in sich vollkommene und alleinige Herrscher, der König der Könige und Herr aller Herren. Er alleine ist unsterblich. Er lebt in unzugänglichem Licht; kein Mensch hat ihn je gesehen und keiner kann ihn jemals sehen. Ihm gehört Ehre und ewige Macht ! Amiin."
2. Ist Gott allmächtig ?Jesus wird zitiert in Johannes 5:30:
"Ich kann nichts von mir aus tun, sondern entscheide als Richter nur so, wie Gott es mir sagt. Meine Entscheidung ist gerecht, denn ich setzte nicht meinen eigenen Willen durch, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat."
3. Kommt man durch den Glauben an Trinität und Opfertod ins Paradies ? Jesus ist da gemäss Matthäus 19:16-21 anderer Meinung:
"Einmal kam ein Mann zu Jesus und fragte ihn: O Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen ?" - "Warum fragst du mich, was gut ist ?" antwortete Jesus. "Es gibt nur Einen, der gut ist ! Wenn du bei ihm leben willst, dann befolge seine Gebote." - "Welche Gebote ?" fragte der Mann. Jesus antwortete: "Morde nicht, zerstöre keine Ehe, beraube niemand, sag nichts Unwahres, ehre deinen Vater und deine Mutter und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst." - "Ich habe alle diese Gebote befolgt", erwiderte der junge Mann. "Was muss ich noch tun ?" Jesus sagte zu ihm: "Wenn es dir ums Ganze geht, dann verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen, so wirst du bei Gott einen unverlierbaren Reichtum haben. Und dann geh mit mir !"
4. Gemäss Matthäus 7:21 sagte Jesus:
"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt."
5. Betet Gott ? Zu wem denn ? Jesus betet zu Gott (Lukas 22:41):
"Und er (Jesus) ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete:"
6. Der Allmächtige Gott soll Angst haben ? Er kann doch alles ändern, wenn Er will. Er ist ja allmächtig. Aber da Jesus nicht Gott ist und daher nicht allmächtig hatte er gemäss Lukas 22:44 Angst:
"Und er betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte."
7. Der Satan versuchte Jesus dazu zubringen ihn, statt Gott anzubeten. Dies zeigt, dass Jesus auch gemäss Bibel ein Diener Gottes war (Matthäus 4:8-10):
"Zuletzt führte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Grösse und Schönheit und sagte: 'Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.' Aber Jesus antwortete: 'Weg mit dir Satan ! In den heiligen Schriften heisst es: 'Vor dem Herrn, deinem Gott wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst !'"
Sollte man also nicht auf Jesus hören und Gott alleine anbeten, niemanden sonst ? Und wie hat Jesus Gott angebetet ? Indem er sich vor Ihm niedergeworfen hat (siehe Bibelzitat bei Punkt 5). Mit dem Gesicht am Boden beten übrigens die Muslime zum allmächtigen Gott.
Kapitel 5: Sich Gott ergeben:
Die Hingabe an Gott ! Das ist es was Jesus vorgelebt hatte. Gottergebenheit / sich Gott unterwerfen, heisst im Arabischen "Islam". Von der gleichen Wortwurzel stammt auch das Wort "Muslim", daher "Gottergebener".
Der Islam achtet Jesus (Friede auf ihm) sehr. Aber nicht als "Sohn Gottes", sondern als Prophet Gottes. Von Gott auserwählt, um Seine Botschaft seinem Volk zu verkünden. Muslime glauben nicht nur an die Jungferngeburt von Jesus, sondern auch an seine Wunder. Das er mit Gottes Erlaubnis die Blinden heilte, den Toten wieder Leben gab, aus Lehm eine Vogel formte und dieser mit Gottes Erlaubnis zu einem lebendigen Vogel wurde usw. Jesus wird hoch geachtet. Aber nicht angebetet. Niemand das Recht hat angebetet zu werden, ausser dem allmächtigen Gott !
Allaah kann niemals Mensch werden. Eine Eigenschaft von Gott ist, dass Er im Gegensatz zur Schöpfung nicht erschaffen ist. Was erschaffen ist, hat automatisch einen Schöpfer, dies zeigt ja bereits das Wort. Aber Gott ist nicht erschaffen, Er hat keinen Schöpfer. Er wird sich daher nicht zu einem Menschen wandeln, denn dies widerpricht seiner Göttlichkeit. Jesus (Friede auf ihm) hatte Bedürfnisse. Er hat gegessen. Muss Gott essen ? Und was geschieht wenn man gegessen hat ? Ja, richtig man muss zum stillen Oertchen. Will nun etwa jemand behaupten der allmächtige Gott müsse... Authubillah (Gott bewahre) !
Zudem braucht es keinen Opfertod, da der Islam uns erklärt, dass es erstens keine Erbsünde gibt und zweitens für Sünden nicht ein Unschuldiger sterben kann. Jeder Mensch ist nur für seine eigenen Sünden verantwortlich. Es ist nicht unsere Schuld dass Adam (Friede auf ihm) vom Baum gegessen hatte. Aber er hatte bereut und Allaah hatte ihm vergeben, denn Allaah ist allverzeihend.
Die Sünden der Menschen, ihr Bereuen und ihr Flehen um Vergebung bei Gott, zeigen die Eigenschaft Gottes vergebend und barmherzig zu sein. Zudem wird dadurch auch klar, welcher Mensch die Allmacht Gottes und seine eigene Schwäche und Abhängigkeit von Ihm zugibt und welche Person zu hochmütig ist dazu.
Die Sünden der Menschen schaden Allaah nicht. Und unsere guten Taten nutzen Allaah nicht. Er bedarf unser nicht.
Wer Gott alleine anbetet, sich Ihm ergibt und an alle Propheten (Friede auf ihnen allen), inklusive dem letzen Gesandten Gottes, Muhammad (Friede auf ihm) glaubt, der wird ins Paradies eintreten. Hat er mehr gute Taten als Sünden darf er ins Paradies. Hat er mehr üble Taten als gute Werke, muss er einige Zeit in der Hölle "absitzen". Dann darf er in den Garten Edens.
Die schlimmste Sünde, die es gibt, ist Schirk. Dies heisst dem allmächtigen Gott etwas bei zugesellen. Also etwas neben Ihm anzubeten. Anbetung ist nicht nur vor einer Götze niederzuknien. Anbetung heisst dienen. Also absoluter Gehorsam, absolutes Vertrauen, tiefe Hingabe usw. Wer z.B. seinen eigenen Gelüsten absolut gehorsam ist, in dem Ausmass, dass er ihnen ergeben ist, der hat seine Gelüste zu seinem Gott, daher zum Gegenstand seines Dienens, gemacht. Oder anders gesagt: er ist ein Diener seiner Gelüste. Oder wer einen Talisman hat und diesem vertraut, daher aufrichtig glaubt, dass dieses Ding ihm nutzen oder schaden kann - obwohl Allaah bereits bestimmt hat was uns zustossen wird an Gutem und Schlechtem - der hat diesen Talisman Allaah beigesellt und damit Schirk begangen. Dies ist eine riesige Ungerechtigkeit. Der Allmächtige, Er, Der uns alleine erschaffen hat. Der uns mit Nahrung versorgt, Der uns unseren Körper gegeben hat. Auf Seiner Erde gehen wir, von Seiner Luft atmen wir, durch Seine Gnade leben wir. Alles was wir haben ist von Ihm. Mit dem, von Ihm zur Verfügung gestellten Körper gehen wir arbeiten, verdienen Geld, kaufen uns Früchte, welche Er wachsen liess und welches die Menschen mit Der von Ihm gewährten Kraft verarbeiteten. Er hat uns Verstand und Intelligenz gegeben, die wir nutzen können wie wir wollen. Ist es da gerecht Ihn nicht anzubeten ? Ihm nicht zu danken ? Oder gar einem anderen zu danken ?
Und wie dankt man Allaah ? Das bestimmt Er ! Bei der Arbeit bestimmt auch der Chef was man machen muss, um Ende Monat den Lohn zu kriegen. Beispiel:
Eine Person arbeitet in einer Fabrik für Geländewagen. Die neue Serie soll silberfarben lackiert werden. Doch die Person findet diese Farbe langweilig. Gelbe Wagen würde doch sicherlich gut ankommen, denkt sie sich und lackiert kurzerhand alle gelb. Ob der Chef sich wohl über den Ideenreichtum des Mitarbeiters freuen wird ? Wohl kaum.
Natürlich können wir den allmächtigen Gott nicht mit einem einfachen Chef vergleichen. Aber das Prinzip ist ja wohl klar. Gott hat die Welt erschaffen. Es ist Seine Welt. Er bestimmt die Regeln. Deshalb können wir Ihn nicht nach unserer eigenen Fantasie "anbeten", sondern wir müssen Seiner Führung folgen und Ihn so anbeten, Ihm so danken, wie Er es von uns verlangt.
Allaah sagt im Quran (sinngemäss):
"Und ich habe die Djinn und die Menschen nur deshalb erschaffen, damit sie Mir dienen." (Sura 51:56)
Manche weigern sich aus Hochmut, Stolz, Egoismus, Faulheit, Sturheit oder aus anderen Gründen Allaah zu dienen. Wer als Kafir stirbt, brennt für alle Ewigkeit im Höllenfeuer. Möge Allaah uns bewahren. Ein Kafir ist jemand, der den allmächtigen Gott oder Seine Rechtleitung, Sein Gesetz verleugnet, verspottet, ablehnt usw.. Jemand, der sich weigert, dem allmächtigen Gott gehorsam zu sein, sich Ihm hinzugeben, Ihm so zu dienen, wie Er es wünscht.
Manche Menschen mögen sagen, dass dies zu streng sei. "Was ? Für die Ewigkeit in die Hölle ?" Doch hier zählt nicht der Massstab von uns Menschen. Hier zählt der Massstab des allmächtigen Gottes. Und Gott ist niemals ungerecht gegenüber Seinen Geschöpfen.
Würden die Menschen sich Gott hingeben und Ihm dienen, wie Er es von uns verlangt, dann würde Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt herrschen.Doch wer sich weigert sich Gott hinzugeben und stattdessen seinen Gelüsten, seinen persönlichen Vorlieben oder irgendwelchen Traditionen folgt, der hat in Wirklichkeit dem Satan gedient. Gott bewahre ! Und wer dem Satan dient und seiner Führung folgt - die Brutalität, Ungerechtigkeit, Krieg, Völkermord, Hass, Zerstörung, Elend und Verdammnis auf dieser Welt anrichtet, wo immer ihr gefolgt wird - der wird verdientermassen in die Hölle kommen, ausser er kehrt aufrichtig bereuend zu Allaah um, bevor er stirbt.
Ein anderer Beweis für diese Gerechtigkeit:
Ein Geschäftsinhaber stellt einen neuen Verkäufer ein. Er erklärt ihm, dass seine Aufgabe das Beraten und Bedienen der Kunden ist. Falls er mal keine Kunden habe im Geschäft könne er etwas aufräumen, die Ware wieder schön hinstellen und ein bisschen sauber machen. Doch nach drei Tagen kommt der Geschäftsinhaber ins Geschäft und findet niemanden an der Kasse. Wo ist der Verkäufer ? Empörte Kunden verlassen gerade wütend den Laden. Endlich findet er den Verkäufer. Er ist hinten im Lager und putzt die Fenster. Der Chef ist zornig. "Was soll das ? Wieso bedienen Sie die Kunden nicht ? Wieso ist niemand an der Kasse ? Das ist doch Ihre Aufgabe." Der Verkäufer will sich entschuldigen. "Naja. Ich hatte keine Zeit die Kunden zu bedienen, weil ich hier im Lager die Fenster geputzt habe. Und aufgeräumt hab ich auch und..." Ob der Verkäufer wohl seinen Lohn kriegen wird ? Im Gegenteil. Er kann froh sein, wenn er nicht verklagt wird, für das ruinieren des Geschäfts und das Brechen des Arbeitsvertrages.
Wir sind ebenfalls Angestellte. Wir sind Diener des allmächtigen Gottes. Der Sinn unseres Lebens ist Allaah zu dienen. Wenn wir diesen Zweck erfüllen, daher unseren Job machen, dann werden wir den Lohn kriegen. Wer sich weigert diesen Job zu machen, wird verdienterweise bestraft, weil er gegen seinen Herrn rebelliert hat.
Allaah verlangt nicht viel von uns. Wir müssen an Ihn glauben, Ihn nicht verleugnen. Ihm gehorchen, so gut wir können. Er verlangt nicht, dass wir perfekt sind. Wenn wir in die Sünden gefallen sind, steht die Tür zur Reue immer offen. Es gibt keine Vermittler. Wir dürfen und sollen Ihn direkt anrufen. Ihn anzubeten ist der einzige Zweck unseres Daseins !
Ist das so schwer ? Natürlich nicht ! Und dafür winkt uns noch die Möglichkeit ins Paradies zu gelangen. Ewige Glückseligkeit. Kein Stress, keine Krankheiten, keine Probleme, keine Steuern, kein Geschrei, keine Kopfschmerzen, keine Müdigkeit, keine Langeweile.
Wer nicht als Gottergebener (arabisch: Muslim) stirbt bzw. mit einer anderen Religion als dem Islam, wird für die Ewigkeit in die Hölle kommen.
Dies soll keine Beleidigung sein. Es geht hier nicht darum jemanden zu kränken. Aber man sollte sich einige Dinge bewusst machen:
1. Wie bewiesen wurde, gibt es Allaah.
2. Wie wir bewiesen haben, hat Allaah den Menschen Rechtleitung zukommen lassen. Diese ist selbstverständlich dazu da, dass man ihr Folge leistet.
3. Es wurde klar bewiesen, dass der Quran vom allmächtigen Gott stammt. Daher ist es nur vernünftig nach ihm zu leben.
4. Jeder wird sterben müssen. Wer weiss, vielleicht ist deine Zeit schon morgen abgelaufen. Und was dann ?
Das heisst: Die Botschaft ist klar: Wer sich Gott hingibt wird mit dem Paradies belohnt, wer sich weigert wird gerechterweise bestraft.
Selbst wenn man noch nicht 100 % überzeugt ist, sind die Beweise dafür, dass der Islam die Wahrheit ist erdrückend. Ist es bei einer so grossen Wahrscheinlichkeit wirklich vernünftig, dass man das Paradies aufs Spiel setzt und sich der Gefahr der Hölle aussetzt ? Es geht hier nicht um nebensächliche Dinge wie "Kaffee mit Milch" oder "Kaffee ohne Milch". Es geht um Ihre ZUKUNFT ! Ewige Glückseligkeit im Paradies oder ewige Bestraftung in der Hölle ! Wäre es nicht einfach schlauer sich Gott zu ergeben ? Was hat man zu verlieren ? Warum kein "Gottergebener" (arabisch "Muslim") sein ?
Wer den Islam gerne annehmen will braucht keine Formulare auszufüllen, keine Mutprobe zu bestehen, keinen Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Er muss einzig aufrichtig, mit ganzem Herzen das Glaubensbekenntnis (Schahada) aussprechen. Die Schahada lautet:
"Asch-hadu an la illaha ill Allaah. Wa asch-hadu anna Muhammada-Rassul-Allah".
Dies bedeutet:
"Ich bezeuge, dass keiner das Recht hat angebetet zu werden ausser Allaah. Und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allaahs ist."
Diese Worte sind der Schlüssel zum Paradies, wenn man sie von Herzen ausgesprochen hat, daran glaubt und danach handelt.
Mit diesen Worten schliesse ich ab: Ich bezeuge, dass keiner das Recht hat angebetet zu werden ausser Allaah. Und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allaahs ist.
Alles was an diesem Text gut ist kommt von Allaah. Und alles was daran falsch / schlecht ist, kommt von meiner eigenen Fehlbarkeit und dem verfluchten Satan.
Und Allaah weiss es am besten. Und Frieden und Segen seinen auf Seinem Gesandten.
Quellen:
Quranzitate meist aus: "Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim in deutscher Sprache", 23. Auflage, M.Rassoul, Islamische Bibliothek
Bibelzitate vorwiegend aus: "die Gute Nachricht, die Bibel in heutigem Deutsch", zweite Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart