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Umm Hassan
03-01-2010, 10:59 AM
Definitionem Islamist

von Frank Abdullah Bubenheim

Die Muslime befinden sich heute weltweit, insbesondere aber im sogenannten freien Westen, in einer Lage der Schwäche und Ratlosigkeit, was sich u.a. darin äußert, daß sie die Begriffsbestimmungen ihrer Feinde übernehmen und – vielleicht gedankenlos – nachplappern.

Das eklatanteste Beispiel sind wohl die Begriffe „Islamismus“, „islamistisch“ und „Islamist“. Nach dem deutschen Wörterbuch ist „Islamismus“ ursprünglich mit „Islam“ gleichzusetzen, ebenso wie „Islamit“ (= Muslim) und islamitisch (= islamisch) – (ohne s vor dem t), bzw. kommen die Begriffe „Islamismus“ usw. überhaupt nicht vor. Dementsprechend wird der Begriff „Islamist“ von denjenigen, die ihn im deutschsprachigen Raum heute verwenden, sehr unterschiedlich gebraucht und reicht von einem jeden Muslim, der sich zu seiner Religion bekennt und sie praktiziert und die Existenz eines islamischen Staates irgendwo auf der Welt bejaht, bis hin zum Terroristen. So finden wir z.B. in von einigen Angehörigen der prozionistischen „Antideutschen“ verfaßten Artikeln mitunter, daß wenn sie von Muslimen sprechen, das Wort „Muslim“ oder „Islam“ überhaupt nicht vorkommt, sondern nur „Islamist“ oder „Islamismus“ (wobei dies von ihnen allerdings im negativen Sinn und sehr aggressiv gemeint ist). Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch, daß staatliche Organe, wie der Verfassungsschutz und sogar der Bundestag, diese Begriffe übernommen haben, wobei sie sich das Recht anmaßen, zu bestimmen, wer noch nur „Muslim“ und wer bereits „Islamist“ ist. Die ganze Sachlage mutet somit nicht besser an, als diejenige im Mittelalter, als die Nichtmuslime, bzw. „Ungläubigen“, „Kuffâr“ oder „Kâfire“ die Muslime „Sarazenen“ nannten und zum Kreuzzug gegen sie aufriefen unter dem Schlagwort „Gott will es“ – und heute unter dem Schlagwort „die Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erfordert es“.

Selbst im arabischsprachigen Raum ist zumindest dieser irreführende Begriff „islamistisch“, bzw. „Islamist“ in der Form „islâmiyy“, Plural: „islâmiyyûn, -în“ als Adjektiv zu „Islâm“ nach westlich-antiislamischer Definition übernommen worden, während es für „Islamismus“ im Arabischen keine Form gibt, da es für das Substantiv „Islamismus“ rückübersetzt nur die Form „Islâm“ gibt. Der berühmte islamische Theologe Abu l-Hasan al-Asch´ariyy (geb. 260 = 873/874 in Basra, gest. 324 = 935 in Baghdâd) hat seinem Hauptwerk über islamische Sekten den Titel „Maqâlât al-Islâmiyyîn“ gegeben, was man im Deutschen mit „Die Meinungen der Islamisten“ wiedergeben könnte. Danach ist ein „Islamist“ jemand, der sich dem Islam zugehörig erachtet, selbst wenn er per definitionem nicht dazu zu rechnen ist, wenn seine Glaubenslehre nicht mit der islamischen vereinbar ist, wie z.B. die „Ahmadiyya“ (genauer: „Qâdiyâniyy“) heute. Damit ist jeder Muslim ein Islamist – außer wenn er selbst sich nicht als Muslim betrachtet, obwohl er einer ist –, aber nicht jeder Islamist ein Muslim. Aufgrund der Unkenntnis ihrer eigenen Literatur bei den meisten heutigen Muslimen und der überheblichen Dominanz des Abendlandes, ist den Muslimen, bzw. „Islamisten“ oder „Islamiten“ nun eine ganz andere, ja nicht einmal wirklich fest umrissene Definition aufgedrückt worden, und diese haben sie in ihrer Torheit einfach so von ihren Feinden übernommen und fühlen sich angegriffen, wenn man sie als „Islamisten“ bezeichnet und versuchen stets eifrig, sich davon zu distanzieren, „Islamisten“ zu sein, was ihnen letztlich wohl aber nur dann gelingen wird, wenn sie selbst ihr Bekenntnis zum Islam aufgeben, solange sie es ihren Feinden überlassen, die Begriffe zu definieren, unter denen sie von ihnen ausgegrenzt oder angenommen werden.

Da diese Begriffsbestimmung seitens der Nichtmuslime anscheinend einer Einstellung gemischt aus Unwissenheit und Böswilligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen entspringt, sollten diese, anstatt zu versuchen, sich mit ihren Feinden anzubiedern, lieber unter Bewahrung ihres Ehrgefühls auf eine Kommunikation unter solch erniedrigenden Bedingungen verzichten und sich der Sunna des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – erinnern, daß es in solchen und ähnlichen Fällen als Abstrafung angebracht ist, mit den anderen eine gewisse Zeitlang nicht mehr zu sprechen und sie zu boykottieren. – „Und wer Allah fürchtet, dem schafft er einen Ausweg und gewährt ihm Versorgung, von wo (aus) er damit nicht rechnet. Und wer sich auf Allah verläßt, dem ist Er seine Genüge“ (Qur’ân 65 at-Talâq 2 f.) – wo also bleibt die Gottesfürchtigkeit der Muslime in Deutschland? Und wo bleibt die Härte seitens der Muslime, die die Ungläubigen in ihnen vorfinden sollen (vgl. Qur’ân 9 at-Tauba 123), wenn sie sich feindlich gegen sie verhalten, und sei es auch nur mit Worten?

Der „Islamist“ (= bekennende und praktizierende Muslim)

Umm Hassan
03-01-2010, 11:00 AM
:Bismlah:

Fundamentalismus

von Habib Neven

In den Medien taucht oft das Wort "Fundamentalist" auf. Eine genaue Definition gibt es nicht. Im Wort selber steckt "Fundament", was darauf hindeutet, dass ein Fundamentalist zu den Fundamenten seiner Religion steht, also wenig gewillt ist, sie mit "modernen" Anschauungen zu vermischen. Im Allgemeinen heißt das aber, was nun Islam betrifft, dass es sich um einen intoleranten Extremisten, einen sogenannten Islamisten handelt, der, meist mit Gewalt, den Islamischen Staat, das Schreckbild des modernen Westens, errichten will. Die Gleichung wird ganz einfach so aufgestellt:

Islamischer Terrorist = Fundamentalist.

Fundamentalist = gewalttätig, intolerant.

Fundamentlisten streben Islamischen Staat und Scharia an, ergo:

Islamischer Staat und Schari'a = gewaltätig, intolerant, ergo:

Nicht modernisierter, säkularisierter Islam = Terror!

Das bedeutet auch: Jeder, der den Koran ernst nimmt und folgende Sure: "Wer auch immer da nach etwas anderem richtet als dem, was Allah herabgesandt hat, jene sind die Ungläubigen" (Al-Maida 44), wird nach logisch umgedrehter Gleichung als Terrorist verdächtigt! Also eigentlich jeder ernsthafte Muslim!

Soumaya
03-28-2010, 06:05 PM
Assalamu Alaikum wr wb,

ich bin neu hier liebe Geschwister und würde mich gerne hier vorstellen,
ich bin 20 Jahre alt und aus der nähe von Bochum. ich bin verheiratet
und ich hoffe ich werde hier viele nette schwestern kennenlernennnnnnnn :D

mariam33
03-28-2010, 06:28 PM
:Bismlah:
:Salam alaikom wr wb

Herzlich willkommen. Aber bitte benutze für deine Vorstellung bitte den Steckbrief und poste ihn im Bereich "Steckbriefe". Also hier: http://muslimaforum.islamexpress.de/forumdisplay.php?f=3

Deine Steckbriefvorlage findest du hier: http://muslimaforum.islamexpress.de/showthread.php?t=5


Falls du noch keinen Antrag auf Freischaltung gestellt hast musst du aber zuerst das nachholen. Dann erst wirst du für den Steckbriefbereich freigeschaltet. Die Vorlage für den Antrag findest du hier: http://muslimaforum.islamexpress.de/showthread.php?t=2


Diesen kopieren, ausfüllen und dann in einen neuen Beitrag einfügen, welchen du selber eröffnest, in diesem Bereich: http://muslimaforum.islamexpress.de/forumdisplay.php?f=5

Wenn du das alles erledigt hast können wir dich inscha Allah fürs Forum freischalten und du kannst dann auch in den anderen Bereichen mitlesen und mitschreiben.

:walaikum assalam wr